Alte Sonnen-Apotheke, Markt 2, 49740 Haselünne im Emsland

 

0
Ungiftige und robuste Gartenpflanzen
Ungiftige und robuste Gartenpflanzen mehr

Notdienstplan der Apotheken in Haselünne und Meppen


Notdienstplan der Apotheken in Haselünne mehr

Efeu


Efeu als Medizinpflanze mehr

Lebensmittel mit Schutz vor Alzheimer


Einige Lebensmittel, die protektive Stoffe enthalten, die (ein wenig) vor Alzheimer schützen mehr
Kreuzallergien
Kreuzallergien- was ist das, welche sind bereits bekannt? mehr

Ausführliche Büchersuche zum Thema Ihrer Wahl:


Bitte Thema in das Amazon-Suchfeld eingeben mehr

 Newsletter 2008

 

Zecken-Alarm

Zecke

Die Tage werden schön und warm und verlocken Sie sicher, ein wenig ins Grüne hinauszugehen.
Leider wird die Freude am Aufenthalt im Freien manchmal empfindlich getrübt. Insbesondere kleine, sechsbeinige Blutsauger scheinen es darauf abgesehen zu haben, Ihnen zu sehr auf den Leib zu rücken.

Besonders unschön hat sich in den letzten Jahren die Zecke hervorgetan, auch genannt der gemeine Holzbock. Nicht nur, daß diese Zecke Ihr Blut saugen möchte, sie überträgt auch noch unangenehme bis lebensgefährliche Krankheiten. Als Faustregel gilt dabei: Je weiter Sie nach Süden kommen, desto mehr Krankheiten können die Zecken übertragen. Und das gilt weltweit, nicht etwa nur in Europa. In Deutschland sind zwei Erkrankungen verbreitet und gefürchtet: die Frühsommer-Meningo-Encephalitis, eine Hirnhautentzündung, und die Borreliose, eine Erkrankung, die den ganzen Körper befallen kann.

Gegen die erste Krankheit, kurz FSME genannt, hilft nur eine Impfung. Falls sie in einem Gebiet Urlaub machen, in dem infizierte Zecken vorkommen, sollten Sie sich impfen lassen. Reicht die Zeit nicht mehr für eine aktive Impfung, oder haben sie die Impfung vergessen, können Sie nach einem Zeckenbiß vom Arzt auch ein Immunglobulin gespritzt kriegen.

Gegen Borreliose gibt es noch keine Impfung. Dafür hilft hier ein Antibiotikum, wenn es denn rechtzeitig eingenommen wird! Die Borreliose äußert sich im Frühstatium sehr unterschiedlich. Das klassische Symptom ist die Wanderröte, ein großer roter Hautfleck um die Bißstelle, der sich langsam ausbreitet und dabei in der Mitte wieder heller wird. Allerdings bekommt nicht jeder Infizierte die Hautrötung, Einige klagen auch nur über leichtes Fieber und Kopfschmerzen. Auch Gliederschmerzen, steifer Nacken, Juckreiz und Fehlempfindungen in den Nerven können auftreten. Im Zweifelsfall sollten Sie nach einem Zeckenbiß lieber den Arzt aufsuchen und sich etwas verschreiben lassen. Ohne Antibiotikum heilt die Borreliose in vielen Fällen fast unbemerkt aus. Leider ist der Erreger heimückisch und kann sich im Körper einnisten, wo er nach Jahren noch schwere Erkrankungen der inneren Organe hervorrufen kann. So kann die Zecke, die Sie vor 10 Jahren gebissen hatte, Sie heute umbringen!

Was können Sie sonst noch tun, um Ihr Risiko zu verringern?
Zuerste einmal  können Sie sich in Ihrer Apotheke beraten lassen, welche Erkrankungen überhaupt in Ihrem Wohnbereich eine Rolle spielen.

Dann können Sie beim Aufenthalt im Freien Insektenschutz benutzen. Autan ist für mich das erste Mittel der Wahl, weil es zuverlässig die Zecken abhält. Nicht nur die Haut, sondern auch bereits die Strümpfe oder Hosenbeine sollte man damit  bearbeiten. Zecken kommen immer von unten. Daß sie sich von den Büschen und Bäumen herabfallen lassen, ist eine Falschmeldung.

Zuletzt sollten Sie nach jedem Aufenthalt im Grünen Ihren Körper und den Ihrer Familienmitglieder nach Zecken absuchen. Während die großen Zecken das Ausmaß Ihres kleinen Fingernagels erreichen und gut zu sehen sind, bilden die Jungtiere nur stecknadelkopfgroße schwarze Punkte auf der Haut. Mit einer Pinzette werden die Zecken dann mit einer ganz leichten Drehung herausgezogen, wobei spezielle Zeckenzangen vorzuziehen sind, weil man damit nicht so schnell die Zecke zerquetscht. Frühzeitig entfernte Zecken bedeuten ein kleineres Infektionsrisiko, weil die Zecke erst einige Stunden nach dem Zubeißen die Krankheitseerreger in Ihr Blut abgibt.

Völlig ungeeignet ist die Methode, die Zecke mit Öl oder Uhu zu ersticken. Sie stirbt dann zwar, spuckt aber vorher (weil sie sich von dem Zeug übergeben muß) noch schnell ihren ganzen Mage-Darm- Inhalt in Ihre Blutbahn, inklusive einer kräftigen Dosis hochansteckender Erreger. Das Gleiche passiert, wenn Sie die Zecke beim Herausziehen zerquetschen. Also immer mit Gefühl ziehen!

Falls  Sie ins Ausland fahren, sollten Sie verstärkt Insektenschutz benutzen, denn dort gibt es noch gemeinere Krankheiten, die von den Blutsaugern übertragen werden.

Trotz allem aber wünsche ich Ihnen einen schönen (bissfreien) Sommer. Genießen Sie das gute Wetter, und bleiben Sie gesund!

Ihre Apothekerin

Charlotte Erpenbeck

 

Ginkgo-Tee ist ungesund! 

Heute habe ich eine sehr aktuelle Meldung für Sie. Das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker in Eschborn veröffentlichte in dieser Woche eine Untersuchung zu Ginkgo-Tees in der Pharmazeutischen Zeitung. Aus dem Ergebnis kann ich Ihnen folgende Warnung mitgeben:

*Ginkgo-Tee ist ungesund!*

Wie Sie sicher wissen, ist Ginkgo eine nebenwirkungsarme, gut durchblutungsfördernde Heilpflanze. In der Apotheke erhalten Sie Ginkgo in Tropfen- und Tablettenform. Warum nicht auch als Tee?

Ginkgo-Blätter enthalten gesundheitsschädliche Ginkgolsäuren. Bei der Herstellung der Arzneimittel werden diese Ginkgolsäuren weitgehend entfernt. Bei Tees sieht das völlig anders aus.

Handelsübliche, außerhalb der Apotheke erhältliche Tees mit Ginkgo-Blättern enthalten bis zu 80 mal soviel Ginkgolsäure pro Tasse, als das Arzneibuch als Tagesdosis erlaubt. Und meist wird ja nicht nur eine einzige Tasse Tee am Tag getrunken.

Unser Arzneibuch ist nicht umsonst so streng. Ginkgolsäuren sind cytotoxisch (giftig für die Zellen), neurotoxisch (giftig für die Nerven) und mutagen (fördern die Entartung der Keimzellen).

Die gleichen Bedenken gelten übrigens auch für sogenannte "Nahrungsmittelergänzungsstoff"-Präparate, Mischungen mit Vitaminen, Mineralien und einer Vielzahl anderer Stoffe, falls sie Ginkgo-Blätter enthalten.

Allerdings: diese Tees und Nahrungsmittelergänzungsstoffe gelten als Lebensmittel und unterliegen damit nicht dem Arzneimittelrecht. Folglich sind die Hersteller dieser Mittel rechtlich auf der sicheren Seite (oder zumindest in einer rechtlichen Grauzone). Ich frage mich trotzdem, warum hier mit zweierlei Maß gemessen werden darf.

Selbst wenn der Gesetzgeber nicht eingreift, sollten Sie selbst sich doch genau überlegen, was Sie Ihrem Körper zumuten wollen. Nicht umsonst gilt auch für Ginkgo der Hinweis: "...zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ... Ihren Apotheker!"

Ihre Apothekerin Charlotte Erpenbeck


Erstellt 2008
Copyright © Charlotte Erpenbeck
Apothekerin

Sie haben Anregungen, Bestellungen oder Fragen? So können Sie uns immer erreichen:
Alte Sonnen-Apotheke OHG, Markt 2,
49740 Haselünne ( Emsland )
Telefon 05961-294  Fax 05961-9247
e-mail: bestellung at alte-sonnen-apotheke-app.de (Zum Schutz vor Spam haben wir das at-Zeichen ausgeschrieben. Sie müssen dieses ausgeschriebene at durch das @-Zeichen ersetzen, damit die e-mail-Adresse gültig ist.)
Telefonanfragen und Telefonbestellungen bearbeiten wir sofort, auf Fax und e-mail-Anfragen bekommen Sie normalerweise spätestens in zwei Arbeitstagen eine Antwort.

Öffnungszeiten :

Montag:8:30 bis 13:00 und 14:30 bis 19:00 Uhr
Dienstag8:30 bis 13:00 und 14:30 bis 19:00 Uhr
Mittwoch8:30 bis 13:00 und 14:30 bis 18:00 Uhr
Donnerstag: 8:30 bis 13:00 und 14:30 bis 19:00 Uhr
Freitag8:30 bis 13:00 und 14:30 bis 18:00 Uhr
Samstag9:00 bis 13:00 Uhr

Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Apothekerinnen Charlotte Erpenbeck und Tanja Kramer und das Team der Alten Sonnen-Apotheke

Übrigens, die Bilder auf unserer Seite sind entweder Eigentum unserer Kooperation, der Parmapharm, oder selbst gemacht, oder aber eingekauft bei Shutterstock (und dann entsprechend gekennzeichnet)

0
Neue Beiträge per RSS abonnieren

Copyright © 2002-2005 Charlotte Erpenbeck