Alte Sonnen-Apotheke, Markt 2, 49740 Haselünne im Emsland

 

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Newsletter-Archiv Apothekertipps 2003

Apothekertipp im Oktober:

Gesund durch den Winter !

Trainieren Sie Ihr Immunsystem- damit Sie gesund durch den Winter kommen.
Die schlechte Nachricht zuerst: Auch Sie werden wahrscheinlich in diesem Winter ein bis zwei Erkältungen bekommen.  Es kribbelt schon in Ihrer Nase ? Jawohl, die Erkältungssaison ist voll über uns hereingebrochen. Wie in jedem Jahr werden Sie auch heute wieder von hunderten kleiner, gemeiner Erkältungsviren attakiert.  

Die gute Nachricht : Sie können die Tage, die Sie erkältungskrank sind, glatt halbieren.  Die Schlüsselrolle spielt Ihr Immunsystem.  Einfache Erkältungen werden ausschließlich durch Viren verursacht. Antibiotika helfen überhaupt nicht gegen Viren, die brauchen Sie also bei Beginn einer Erkältung ganz sicher nicht. Husten- und Schnupfen-Medikamente helfen ebenfalls nicht gegen Viren, sie sorgen nur dafür, daß Sie die Erkältung als weniger unangenehm empfinden.

Gegen Viren wirksam ist ausschließlich Ihr Immunsystem. Und das können Sie trainieren und unterstützen.  Diese Unterstützung läuft in drei Etappen.  

1. Etappe: Gesund essen mit viel Obst und Gemüse, ausreichend Schlaf, ausreichend Bewegung, frische Luft, etwas Sonne (sofern vorhanden), und nicht zuletzt Spaß, Freude am Leben , Freundschaft und gute (Familien-) Beziehungen. Unter solchen Voraussetzungen arbeitet Ihr Immunsystem optimal. 

2. Etappe: Aktives Training durch Kneipp´sche Wasserkuren, Sauna, gemäßigten Sport. Eine Sonderform des aktiven Trainings ist Verliebtsein - frisch Verliebte scheinen für Krankheitserreger geradezu abschreckend zu wirken.  

3. Etappe: Stimmulieren des Immunsystems durch Zink und / oder Pflanzenextrakte wie zum Beispiel Echinacea. Wenn Sie z.B. unter starkem Streß leiden, sehr ungesund leben und essen, vielleicht gerade krank waren und sich gerade erst erholen, oder wenn Sie irgendwelche chronische Erkrankungen haben, dann sollten Sie Ihrem Immunsystem mit entsprechenden Medikamenten auf die Sprünge helfen. Besonders wichtig wird diese Hilfe, wenn Sie viele Schmerzmittel brauchen oder gerade Antibiotika bekommen haben, weil diese beiden Medikamentengruppen das Immunsystem zusätzlich schwächen.  Das heißt nicht, daß Sie jetzt den ganzen Winter über vorbeugend Tabletten einnehmen sollten, eine kurmäßige Einnahme über ein bis vier Wochen, je nach Medikament, reicht für den notwendigen Effekt aus.

Ich kann Ihnen keinen erkältungsfreien Winter versprechen. Aber mit optimaler Vorbeugung und erprobter pflanzlicher Unterstützung werden Sie deutlich schneller und anhaltender wieder fit. Für Ihre laufende Nase und den lästigen Husten finden sich ebenfalls viele, überwiegend pflanzliche und gut verträgliche Medikamente.  Ihr Apotheker wird Sie gerne dazu beraten. 

Bitte denken Sie daran:  diese Empfehlungen gelten nur für normale "Wald- Feld- und Wiesenerkältungen". Echte Virusgrippe und bakterielle Infektionen (z.B. eitrige Mandelentzündung oder Lungenentzündung) gehören unbedingt in die Hand des Arztes und müssen mit Antibiotika und anderen schweren Geschützen behandelt werden ! 

Die Erkältung hat Sie leider schon erwischt ? Auf dieser Webseite gebe ich Ihnen einige Empfehlungen für Husten- und Erkältungstees.
www.alte-sonnen-apotheke.de/html/kraeutertee_.htm

Ich wünsche Ihnen (gegebenenfalls) gute Besserung, wenig Erkältungen und einen schönen, sonnigen, schneereichen Winter ! 

Charlotte Erpenbeck  
  
Copyright 19.10.2003 Charlotte Erpenbeck

Apothekertipp im November

KALTE FÜSSE ?  (+ ein kleiner Adventstipp )

Besonders Frauen werden - nicht nur im Winter- von kalten Füßen geplagt. Kalte Füße sind unangenehm bis lästig, und sie hindern am Einschlafen (auch den Partner, der als lebende Wärmflasche herhalten darf).

Aber es gibt Möglichkeiten der Abhilfe. Bereits einfache Maßnahmen verbessern die Durchblutung Ihrer Füße und sorgen für angenehme Wärme.

Eine jederzeit anwendbare, effektive Maßnahme ist die Fußmassage. Mit einer Duftölmassage können Sie eine verstärkte Durchblutung des Fußes mit intensiver Hautpflege und angenehmer Duftnote verbinden. Sie geben z.B. in 10 ml Mandel- oder Jojobaöl je 2 Tropfen Rosen- oder Lavendelöl und massieren die Füße mit einer kleinen Menge dieser Mischung.

Noch stärker durchblutungsfordernd (aber nicht so schön riechend) wirkt ein Zusatz von Rosmarinöl.

Zu Hause können Sie Ihren Füßen Massagesandalen oder Bademattten mit Noppen anbieten. Für die Schuhe gibt es Einlegesohlen mit Massagenoppen oder Gel- Einlagen. Beides sollte nicht ständig getragen werden, sondern nur stundenweise am Tag, nach langsamer Eingewöhnung.

Einen starken Massagereiz erhält man auch durch einen Igelball, den man mit dem bloßen Fuß hin- und herrollt, oder durch spezielle Massage- Fußroller.

Kneipp-Wechselbäder sind ebenfalls einfach und effektiv. Sie stellen je eine Schüssel Warm- und Kaltwasser nebeneinander und beginnen mit dem warmen Wasser. Wenn die Füße gut durchwärmt sind, kommen sie 10-20 Sekunden in das kalte Wasser, dann wieder wechseln mit fünf Minuten warm. Zusätze von Fichtennadel-, Latschenkiefer-, Melisse- oder Rosmarinöl verbessern die Wirkung. Der Wechsel wird noch zweimal wiederholt. Beenden sollten Sie diese Wechselbäder immer mit kaltem Wasser. Der Kältereiz sorgt zusätzlich für ein Blutgefäßtraining.

Wann immer Sie sich ein warmes Fußbad machen, sollten Sie mit nur lauwarmem Wasser arbeiten. Zu warmes Wasser wäre zum Beispiel bei Venenleiden absolut schädlich. Bei Diabetikern besteht ausßerdem die Gefahr, daß die Nerven in den Füßen oft nicht mehr richtig arbeiten und daher bei zu warmem Wasser die Haut regelrecht verbrennen kann, ohne daß der Betroffene es rechtzeitig merkt. Da auch die Handprobe nicht immer zuverlässig zeigt, ob das Wasser kühl genug ist, sollten Diabetiker und andere Personen mit Durchblutungs- und Nervenschädigungen prinzipiell die Badetemperatur mit einem Thermometer feststellen. Sie sollte für Fußbäder immer unter der Körpertemperatur liegen.

Links zu Kneipp-Anwendungen :
http://www.gesundheit.com/aheilw/aheilw/aheilw30_3.html
http://www.medicalparc.de/heilverf/koerper/kneipp/baeder/baeder.htm
http://www.br-online.de/daserste/ratgeber/archiv_2003/20030315_1.shtml

Links zu Fußpflege:
http://www.suche-fusspflege.de/

Ein kleiner Tipp zur Adventszeit :

Es wird Zeit, den Adventskranz einzukaufen, oder schöner noch, ihn selbst zu binden. Nicht nur Tannenzweige taugen zum Binden, eine Mischung z.B. aus Ilex, Buchsbaum und anderen Immergrünen kommt auch gut an. Nur sollten Sie dann keine sehr kleinen Kinder in der Familie haben, da viele immergrüne Gewächse mittel bis stark giftig sind (z.B. sind die beliebten Misteln oder Ilex (Stechpalmen) mindestens leicht giftig). Für duftende Kerzen empfehle ich echtes Bienenwachs. Parfüm-Öle in sogenannten Duftkerzen können schädliche Verbrennungsprodukte bilden.

In wassergefüllten Schalen können Sie dagegen Duftöle gut einsetzen. Sehr weihnachtlich wirken Orangenöl, Zimtöl oder fertige Weihnachtsduftmischungen. Optimal ist es, wenn Sie keine Parfümöle einsetzen, sondern reine etherische Öle. Etherische Öle sind bekömmlicher, da sie weniger Allergien verursachen, und sie sind sparsamer im Gebrauch. Viele ehterische Öle haben darüber hinaus auch Heilwirkung, z.B. Tannenöl oder Eukalyptusöl bei Erkältungen. Weihnachtliche Duftöle aus reinen etherischen Pflanzenölen erhalten Sie auch in Ihrer Apotheke

Ich wünsche Ihnen eine schöne und besinnliche Adventszeit !
Mit freundlichen Grüßen
Charlotte Erpenbeck

copyright Nov.2003 Charlotte Erpenbeck

Apothekertipp im Dezember :

DER WEIHNACHTSBAUM, PHARMAZEUTISCH BETRACHTET 

Alle Jahre wieder steht ein grüner Tannenbaum in unseren Stuben - hierzulande meist eine Fichte. Dieser über die Krippenfiguren emporragende Baum ist mit seinem Schmuck, seinen Lichtern und seinem Duft geradezu ein Sinnbild für Weihnachten. 

Aber der Weihnachtsbaum sorgt nicht nur für Stimmung, er hat auch einen festen Platz in der Medizin.  Sprosse und Nadeln werden zu Extrakten und Sirupen verarbeitet, die in der Volksmedizin gegen Erkältungen, Rheume und Gicht eingesetzt werden. 

Das Terpentinharz wurde früher in Salben, Pflastern und flüssigen Einreibungen zur besseren Durchblutung oder als Zugpflaster verwendet.  Nebenbei : man kann aus Terpentinharz einen guten Raupenleim sowie Baumwachs für den Gärtner herstellen. 

Durch Destillieren gewinnt man aus diesem Harz das Terpentinöl, welches ebenfalls bei Einreibungen und zusätzliche bei Inhalationen Verwendung findet. Von innerlicher Anwendung ist man abgekommen, da Terpentinöl die Niere schädigen kann.  

Nach Abscheiden des Terpentinöls kann man aus dem Harz das Colophonium gewinnen, mit dem der Musiker seinen Geigenbogen bestreicht, bevor er uns seine Weihnachtslieder darbietet. Die Medizin gebrauchte früher Colophonium, um die Blutungen nach Blutegelbissen zu stillen. Nachdem Blutegel bei uns eher selten geworden sind, ist diese Anwendung aber eher Geschichte. 

Hauptsächlich verwendet die Medizin heute das reine etherische Fichtennadelöl, welches gewonnen wird, indem die Nadeln und jungen Zweigspitzen mit Wasserdampf destilliert werden.  Allein oder in Mischungen findet sich dieses Öl in verschiedenen Erkältungspräparaten, von der Inhalation über die Salbe bis hin zum Badezusatz. Und wennn der Tannenbaum nicht mehr ganz frisch ist, können Sie mit ein paar Tropfen Fichtennadelöl die Stube wieder mit dem Duft frischer Tannenzweige versehen. 

Zum Abschluß noch eine Rezeptur für ein gutes Inhalationsöl : 1 g Menthol 10 g Latschenkieferöl 10 g Fichtennadelöl Von dieser Mischung geben Sie 5-10 Tropfen auf heißes Wasser zum Inhalieren, oder sie benutzen es als Raumduftöl mit wirksamer Inhalationskomponente. 

Weiterführende Links zu Fichten-Wirkstoffen:
 http://www.fernreiki.de/aroma.html 
http://www.allgaeuer-latschenkiefer.de/index.php 
Weiterführende Links zu Weihnachtsbaum:
http://www.engelchen.de/tanne/tanne.htm  http://www.weihnachtsstadt.de/Geschichten/klassische_Geschichten/Der_allererste_Weihnachtsbaum.htm    
Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest unter einem frischen, duftenden Tannenbaum ! 
Charlotte Erpenbeck

Erstellt 2003
Copyright © Charlotte Erpenbeck
Apothekerin

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Freitag8:30 bis 13:00 und 14:30 bis 18:00 Uhr
Samstag9:00 bis 13:00 Uhr

Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Apothekerinnen Charlotte Erpenbeck und Tanja Kramer und das Team der Alten Sonnen-Apotheke

Übrigens, die Bilder auf unserer Seite sind entweder Eigentum unserer Kooperation, der Parmapharm, oder selbst gemacht, oder aber eingekauft bei Shutterstock (und dann entsprechend gekennzeichnet)

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