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Ungiftige und robuste Gartenpflanzen

Sie haben Kinder und wollen einen Garten anlegen, in dem Ihre Kinder ungefährdet spielen können?

Ein völlig gefahrenfreies Leben gibt es nicht, egal, was Sie anstellen, Genau deshalb haben Eltern ja für Ihre Kinder eine Aufsichtspflicht. Aber Sie können mit minimalem Risiko arbeiten, wenn Sie robuste und ungiftige Pflanzen benutzen. Wenn schon nicht im ganzen Garten (weil einige Giftpflanzen ja wunderschön sind), dann zumindest im Spielplatzbereich.

Hier ist eine kleine Auswahl.

Ungiftige Zierpflanzen :

Laubbäume:

Ahorn (alle Arten, Zierformen mit Zwergwuchs und rotem Laub im Handel)
Birke (alle Arten,verbraucht viel Wasser )
Eiche  (alle Arten, amerikanische Arten haben sehr bunte Herbstblätter)
Buche (alle Arten, eßbare Früchte )
Ulme ( alle Arten, sehr schlanke und schön gefärbte Sorten im Handel )
Zieräpfel ( alle Arten, schöne Blüten,teils schöne bunte Zierfrüchte )
Zierkirsche ( alle Arten, sehr schöne Blüten)

Nadelbäume:

Tannen (alle Arten, sind hier leider sehr krankheitsanfällig )
Fichten (alle Arten, Wolllaus- und Sitkalausbefall häufig )
Kiefern (alle Arten )
Lärchen (alle Arten ,werfen im Winter die Nadeln ab ! )
Zedern (sehr großer Platzbedarf, im Alter brechen leicht Äste ab)
Mammutbaum (wird riesig und ist in den ersten Jahren frostempfindlich)

Büsche:

mit schönen Blüten und (teils nur gekocht) eßbaren Früchten :

Cornelkirsche (blüht vor dem Laubaustrieb,gelb,leckere rote Früchte, in Gärtnereien auch als Hartriegel geführt)
Feuerdorn (weiße Blüten,rote oder gelbe Früchte,die aber nur als Mischfrüchte in Marmeladen verwendbar sind, Strauch hat Stacheln, gutes Nistgehölz für Vögel )
Holunder (bekannt,braucht viel Platz, wächst ohne Schneiden zu einem kleinen Baum heran, Äste lassen sich leicht aushöhlen und zu Flöten verarbeiten )
Traubenkirsche (relativ kleine Blüten, aber gut zu Marmelade zu verarbeitende Früchte, der Strauch kann sich ohne Schnitt zu einem kleinen Baum entwickeln, bitte nicht verwechseln mit der Lorbeerkirsche, die ist giftig!)
Wildrosen (teils interessantes Laub, sehr schöne, meist durftende Blüten, relativ kurze Blütezeit, Hagebutten in verschiedenen Farben, lockerer Wuchs, Stacheln, daher gut für bodenbrütende Vögel ! )
Zierquitte (Früchte gut zu Gelee zu verarbeiten, Strauch hat Stacheln! Gutes Nistgehölz für Vögel

mit schönen Blüten :

Forsythie
Flieder
Jasmin (Sommer- und Winterjasmin )
Hortensie
Rhododendron ( eingeschränkt, da es auch giftige Arten gibt )
Rose
Schmetterlingsflieder
Strauchmalve
Wegelie (sehr reichlich in Rot und Rosa blühend, teils mit weißbuntem Laub)
Zierjohannisbeere
mit schönem Laub oder schöner Rinde :
Berberitze (buntes Laub, Stacheln, vorsicht, ausländische Arten leicht gifti !)
Hartriegel (eine Art mit gelber oder roter Rinde, einige Arten auch mit weißgeflecktem Laub )

Nadelholz :

Wacholder (einheimische Art mit als Gewürz nutzbaren Beeren)

Heckenpflanzen,die einen Formschnitt vertragen :

Buche, Hainbuche (Herbstlaub bleibt im Winter oft hängen, daher relativ blickdicht)
Weißdorn (weiße Blüten, eßbare Früchte, stachelig)

Kletterpflanzen:

Wilder Wein (selbsthaftend)
Knöterich (braucht Klettergerüst oder Zaun, extrem starker Wuchs)

robuste Stauden,die auch mal einen Tritt überleben :

Schattenpflanzen:

Farnkraut (treibt kräftig Ausläufer)
Funkie = Herzlilie =Hosta ( buntes Blattwerk,zarte,schöne Blüten)
Geißbart (1,5 m hohe, buschige Staude)
Goldnessel (treibt extem stark Ausläufer)
Lungenkraut (blüht bevor die Bäume treiben,Laub zum Spätsommer eingezogen)
Frauenmantel (Blüte schön, aber durch grüne Farbe nur aus der Nähe zu würdigen)

trockene, sonnige Plätze :

Lavendel (nicht ganz winterhart, verträgt im Winter keine starke Nässe!)
Polsterphlox (weiß, rosa oder lila Blüten, ca .10 cm hoch)
Quendel (wilder Thymian, sehr niedrig,duftend,blüht,Gewürz)
Salbei (alle Arten, auch der Küchensalbei)
Schleifenblume (weißblühendes Steingartengewächs)
Yucca (große,imposante Blüte, Vorsicht,Blätter laufen in scharfer Spitze aus)
Ziergräser (verschiedene Sorten, von 10 cm bis 2 m)

normaler Standort, wuchsfreudige Arten:

Astern  (Herbstblüher, verschiedene Wuchshöhen)
Goldrute (ca 1m hoch, intensiv Gelb,Sommerblüher,wuchert!)
Johanniskraut ( schöne gelbe Blüten, lange Blütezeit)
Knötericharten mit niedrigem Wuchs (Bodendecker,Blüte relativ klein)
Margerite (wächst auch auf schlechten Böden gut)
Phlox (Minis von10 cm, große bis ca 1m hoch, Sommerblüher)
Rose ( bevorzugt krankheitsresistente und duftende Sorten nehmen)
Topinambur (blüht wie eine kleine Sonnenblume, Blüte 10 cm groß, Pflanze bis 2 m hoch, winterharte Knollen, die eßbar sind )
Walderdbeere (treibt Ausläufer, kleine,leckere Früchte. Falls Wert auf schöne Blüten  gelegt wird, empfiehlt sich die Erdbeere "Pink Panda" mit Rosa Blüten, eine Monatserdbeere mit nicht ganz so leckeren, aber größeren Früchten)

robuste Ein- und Zweijährige, aus Samen zu ziehen:

Bartnelke (weiß/rot/lila-Töne,zweijährig,samt sich gut aus)
Ringelblume (gelborange,Sommer bis Spätherbst blühend,ca 30-40 cm hoch)
Stockrose = Malve ( zweijährig, 2 m hoch, weiß/rot/lila-Töne)
Tagetes (gelb/orange/braun, Sommer bis Spätherbst blühend, 10 - 70 cm hoch, je nach Sorte, auch wirksam gegen Nematoden in Boden)
Vergißmeinnicht ( blau, vermehrt sich prima selbst durch Samen )

Gewürze, Teepflanzen und Gemüse mit Ziercharakter, pflegeleicht:

Melisse ( ca 50 cm hoch, starker Zitronenduft, mäßig ausbreitend,Staude)
Oregano (Bodendecker, Duftpflanze, Staude)
Pfefferminze-Arten ( hohe, stark wuchernde, stark duftende Stauden )
Pflücksalat (einige Arten haben schön geformtes, rotbuntes Blatt, Saat)
Schnittlauch (lila Blüten,gute Beeteinfassung, Staude)
Zierkohl  (hat schöne bunte Kohlköpfe, die man zusätzlich essen kann)
Zuchini (wächst buschig, schöne große gelbe Blüten, Platzbedarf ca.1 qm, Saat)
 
Gräser:
Alle in Gärten angepflanzte Gräser sind, soweit mir bekannt ist, ungiftig. Das heißt nicht, daß sie automatisch ungefährlich sind. Manche Gräser sind groß und hart genug, daß man sich an ihnen verletzen kann. Andere können Stoffe enthalten, die in Verbindung mit Sonnenlicht die Haut reizen. Aber vergiftet hat sich noch nie ein Kind an einem Grashalm.

 
Erstellt März 2005, Überarbeitung 22.6.2017
Copyright © Charlotte Erpenbeck

Apothekerin