Alte Sonnen-Apotheke, Markt 2, 49740 Haselünne im Emsland

 

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Venenerkrankungen

Von den 80 Millionen Bundesbürgern neigen ca. 10 Millionen zu Venenerkrankungen. Von diesen 10 Millionen sind bereits 6 Millionen erkrankt und bedürfen ärztlicher Behandlung, rund 1 Million unter ihnen leidet an einem "offenen Bein ". Venenerkrankungen sind also eine Art Volkskrankheit.

Wie bilden sich Venenerkrankungen ?

Da die Beinvenen das Blut bergauf zum Herzen befördern müssen, brauchen sie gut funktionierende Rückflußventile, die Venenklappen. Die umliegenden Muskeln üben bei Bewegungen Druck auf die Vene aus und pressen das Blut in Strömungsrichtung zum Herzen. Wenn nun die Muskelpumpe mangels Bewegung nicht arbeitet und die Venenklappen durch eine Venenwand-Schwäche nicht mehr richtig schließen, staut sich das Blut in der Vene und es bilden sich Krampfadern

Risikofaktoren sind jede Art von Bewegungsmangel, abschnüren der Gefäße durch Strumpfgummis oder übergeschlagene Beine, zu enge und zu hohe Schuhe, die die Fußmuskelpumpe behindern, Hormone ( Pille oder Schwangerschaft), die die Gefäßwände schwächen, Übergewicht (und aus Gewichtsgründen auch die Schwangerschaft ), die das Bindegewebe stark belasten und die Venenarbeit durch erhöhten Druck erschweren.

Welche Venenerkrankungen gibt es ?

Besenreiser sind kleine Veränderungen der Mini-Venen direkt unter der Haut. Sie machen keine Beschwerden, sind aber kosmetisch unschön und eine erste Warnung vor weiteren, schwerwiegenderen Folgeschäden. Spätestens hier sollte die Vorbeugung einsetzen.

Krampfadern : Hier sind deutlich bläuliche, dicke, in späteren Stadien stark geschlängelte Venen unter der Haut zu erkennen. Zunächst sind meist die oberflächlichen Venen betroffen, später auch die Venen, die tiefer im Bein liegen und nicht mehr zu sehen sind.

Venöse Ödeme : Durch den gestörten Flüssigkeitsabfluß neigen die Beine dazu, mehr oder weniger stark anzuschwellen. Auch die Arme können betroffen sein. Zuerst geht die Schwellung im Liegen zurück, später kann sie zum Dauerzustand werden.

Chronisch venöse Insuffizienz : Die Venen sind dauerhaft und unheilbar geschädigt, es können sich Thrombosen oder offene Beine sowie Entzündungen bilden.

Phlebitis: Entzündungen der Venen können die Gefäßwände noch weiter schädigen. Neben einer stärkeren Durchlässigkeit für Wasser und damit  Ödembildung können sich kleine Thromben durch Blutgerinnsel bilden, die Entzündung schmerzt. Thromben der oberen Venen  verursachen glücklicherweise selten Embolien. Gefährlich wird es aber, wenn die Entzündung auf tiefer liegende Venen übergreift und dort Thromben bildet.

Thrombose: Verschluß eines Blutgefäßes durch einen Thrombus, eine Ansammlung von Blutzellen, Gerinnungsmitteln , Blutfetten und anderen Bestandteilen des Blutes. Bei einer Thrombose ist sofortige ärztliche Behandlung und Bettruhe angesagt, damit der Thrombus sich an Ort und Stelle langsam auflösen kann.

Embolie: Bleibt der Thrombus nicht an seinem Entstehungsort, sondern reißt sich z.B. durch Bewegung los, kann er bis zur Lunge gelangen und dort eine Embolie verursachen, d.h.. lebenswichtige Blutgefäße verschließen. Lungenembolien können tödlich enden.

Postthrombotisches Syndrom und Ulcus cruris ( offenes Bein ): Nach einer Thrombose kann eine Vielzahl von Krankheitsbildern langfristig bleiben oder sich entwickeln: Schwellungen, Ernährungsstörungen des Gewebes , Stauungen und offene Stellen im Bereich von Knöchel und Unterschenkel.

Erstellt Mai 2002
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Apothekerinnen Charlotte Erpenbeck und Tanja Kramer und das Team der Alten Sonnen-Apotheke

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