Alte Sonnen-Apotheke, Markt 2, 49740 Haselünne im Emsland

 

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Osteoporose

Knochen

Knochenschwund ist kein unausweichliches Schicksal
In der BRD gibt es ca. 6-8 Millionen Betroffene. Jede zweite Frau nach den Wechseljahren gehört zu Ihnen. Kosten durch osteoporotische Knochenbrüche werden auf fast 400 Millionen Euro im Jahr geschätzt. Deshalb ist es wichtig, dieser Erkrankung vorzubeugen.

Themen dieser Seite : 
   
Der Knochen                                                                                                          Calcium                                                                                                                  Osteoporose-Typen                                                                                             Risikofaktoren                                                                                                      Vorbeugung                                                                                                           Medikamente-Info                                                                                                 
Tips für den Alltag

Der Knochen

Wir haben etwa 220 verschiedene Knochen im Körper. Sie machen etwa 10% unseres Körpergewichts aus. Außen liegt die kompakte Knochen- Rinde, innen der Schwammknochen. In den großen Röhrenknochen findet sich statt Schwammknochen in der Mitte das Knochenmark.       
     
Knochen bestehen aus Calcium und Phosphaten in Form harter Kristalle sowie elastischen Kollagen-Fasern, einem Eiweiß. Außerdem enthalten sie etwa 50 % Wasser.              
Knochen sind ständig im Umbau. Knochenfresser ( Osteoklasten ) und Knochenbauer ( Osteoblasten ) sind unter normalen Umständen im Gleichgewicht. Sie ermöglichen durch ihre Arbeit eine Anpassung der Knochenstärke an die Anforderungen.  
  
Knochen sind das Vorratsreservoir für lebenswichtigen Calcium im Blut.

Calcium

3 Hormone regeln den Ca-Haushalt:                                                    
Parathormon ( Nebenschilddrüse) aktiviert Ca aus dem Knochen ins Blut und aktiviert Vitamin D im Darm.                  
Calcitonin ( Schilddrüse ) läßt Ca im Knochen einbauen. Vitamin D sorgt dafür, daß weniger Ca mit der Niere ausgeschieden und mehr über den Darm aufgenommen wird.
Östrogene unterstützen die Wirkung von Vitamin D und Calcitonin.

Osteoporose-Typen

Unter Osteoporose verstehen wir: verminderte Knochenmasse, Störung der Architektur der Knochenbälkchen, Verlust von Festigkeit und Erhöhung der Bruchgefahr  
          
Die Knochenmasse baut sich bis etwa zum 30. Lebensjahr auf. Ab dem 35. Jahr verliert der Körper jährlich circa 1 % Knochenmasse.  

Bei Typ 1 Osteoporose ( Frauen nach den Wechseljahren ) erhöht sich der Abbau auf bis zu 10 % jährlich. Besonders dünnt sich der Schwammknochen aus, dabei hauptsächlich die Wirbelkörper und die Unterarmknochen. 

Typ 2 Osteoporose betrifft meist die über 70-jährigen. Jede 3. dieser Alters-Osteoporosen findet sich bei einen Mann. Es fehlen Hormone, Calcium, Vitamin D und Bewegung. Typische Erkrankung ist der Oberschenkelhalsbruch. Ebenfalls häufig brechen Wirbel, Ober- und Unterarme sowie Rippen.   
       
Typ 3 sind sekundäre Osteoporosen, verursacht durch andere Krank- heiten. Schilddrüsenüberfunktion steigert stark den Knochenstoffwechsel, Nebenschilddrüsenerkrankungen bilden zuviel Parathormon und fördern damit den Knochenabbau. Diabetes sorgt für vermehrten Mineralverlust, auch bei Ca. Leber- und Nierenerkrankungen können den Stoffwechsel von Ca und Phosphat stören sowie zu Vitamin D Mangel führen. Chronische Magen-Darm- Krankheiten  vermindern die Ca- Aufnahme, Knochentumore können Substanz abbauen. Zuviel Cortison sorgt für erhöhte Ca- Ausschwemmung (z.B. bei der Therapie von Rheuma oder Asthma).   

Alkohol, Rauchen und Mangelernährung tragen ebenfalls dazu bei. Männer sind daher meist von Osteoporose Typ 2 oder Typ 3 betroffen. Auch der Testosteron-Rückgang im Alter kann Osteoporose verursachen.

Risikofaktoren

Es ist wichtig, Risikofaktoren zu kennen, da es keine Warnzeichen gibt. Wenn sich Ihre Osteoporose bemerkbar macht, sind Ihre Knochen bereits sehr deutlich geschädigt.
Ein Risiko ist die familiäre Anlage, ein weiteres die Menopause ( die Wechseljahre ). Ebenso risikoreich ist falsche Ernährung, aber auch Bewegungsmangel. Kaffee, Alkohol und Rauchen steigern ebenfalls die Ca- Ausscheidung und erhöhen damit das Risiko.    
                
Anhaltspunkte für vorliegende Osteoporose sind Rundrücken und Rückgang der Körpergröße. Im fortgeschrittenen Stadium bilden sich tannenbaumartig verteilte Hautfalten am Rücken, sowie der Wittwenbuckel. Rückenschmerzen können, müssen aber nicht auftreten.   
                         
Der Arzt macht bei Verdacht Röntgenaufnahmen, Knochendichtemessungen und Blutuntersuchungen.

Vorbeugung

Vorbeugen läßt sich durch knochenfreundliche Ernährung und Bewegung.. Erwachsene sollten täglich etwa 1 g Ca essen. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, in den Wechseljahren und im höheren Alter liegt der Bedarf 200 bis 500 mg höher.     
                              
Viel Ca enthalten Milchprodukte, besonders Hartkäse; Nüsse, Sprotte, Ölsardine, ebenso Gemüse wie Grünkohl, Brokkoli, Fenchel, Löwenzahn, Mangold, Rauke - 100 g dieser Salate enthält soviel Ca wie ein halbes Glas Milch. Viel Ca enthalten auch Würzkräuter wie Schnittlauch und Petersilie.

Vitamin C und D fördern die Ca-Aufnahme.  
                                     
Beispiele für Ihre Ernährung :   
              
Ein Becher Milch ( 0,25l) enthält 300 mg Ca             
250 g Joghurt enthalten 300 mg Ca          
2 Scheiben Emmentaler a 30 g enthalten 400 mg Ca.

Übergewicht ist durch die erhöhte Belastung schädlich für den Knochen. Untergewicht läßt naheliegen, daß über das Essen zuwenig Ca aufge- nommen wird. Sport, insbesondere Ausdauertraining, und regelmäßige körperliche Arbeit stärken die Knochenstruktur. 

Medikamente- Info

Falls Sie Ca einnehmen müssen: Nebenwirkungen hat es so gut wie keine. Wechselwirkungen sind mit Tetracyklinen , Fluoriden sowie Eisen möglich. sie sollen nicht gleichzeitig, sondern zeitversetzt eingenommen werden.  
                                                                                
Schwerwiegende Wechselwirkungen sind möglich mit Herzglykosiden - zuviel Ca wird ausgeschieden.

Falls sie Vitamin D einnehmen müssen ( bei zuwenig UVB- Bestrahlung ) : es ist fettlöslich, daher zum Essen nehmen. Vitamin D kann überdosiert werden, daher bei regelmäßiger Einnahme den Ca- Blutspiegel kontrollieren lassen.

Falls Sie Östrogene nehmen müssen ( bei starken Wechseljahres- beschwerden, familiärem Osteoporoserisiko und operativer Entfernung der Eierstöcke ) : Gegenanzeigen sind ansteigender Blutdruck, sich verschlimmernde Migräne und östrogenabhängige Tumore.         
          
Die Behandlung mit Östrogenen während der Menopause sollte kurz nach Einsetzen der Wechseljahre beginnen und höchstens 3 Jahre durchgeführt werden.

Calcitonin wird bei plötzlichem, heftigem Knochenabbau nach der Menopause gegeben, ebenso  Biphosphonate. Beide wirken nur zusammen mit ausreichend Calcium. Calcitonin kann auch Osteoporose bedingte Schmerzen lindern. Nach etwa 18 Monaten stabilisiert sich das Knochenstoffwechsel.

Außerdem gibt es neue,  knochensubstanzaufbauende Wirkstoffe, die Ihr Arzt bei starker Osteoporose verschreiben kann und die über einen Zeitraum von mindestens 1-2 Jahren genommen werden sollten. Diese Wirkstoffe brauchen nur einmal pro Woche genommen werden und sind besonders geeignet für Patienten, die mit dem täglichen Tablettenschlucken Schwierigkeiten haben.

Im fortgeschrittenen Stadium macht die Osteoporose starke Schmerzen. Schmerzmittel, Kühlung, Einreibungen, Bäder, Kranken- und Rehagymnastik kommen dann zum Zuge, in einigen Fällen auch wirbelsäulenstützende Spezialmieder.

Tips für den Alltag :

Stolperfallen vermeiden (erinnern Sie sich an den Tiger in "Dinner for one"?) Schwindel und Gleichgewichtsstörungen möglichst schnell medikamentös angehen. Medikamente wie Schlafmittel, die die Reaktionsschnelligkeit bremsen, erhöhen ebenfalls die Sturzgefahr.

Erstellt Dezember 2002
Copyright © Charlotte Erpenbeck
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Apothekerinnen Charlotte Erpenbeck und Tanja Kramer und das Team der Alten Sonnen-Apotheke

Übrigens, die Bilder auf unserer Seite sind entweder Eigentum unserer Kooperation, der Parmapharm, oder selbst gemacht, oder aber eingekauft bei Shutterstock (und dann entsprechend gekennzeichnet)

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