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Grippeimpfung

Grippeimpfung

Grippeimpfung. Copyright Monkey Business, Bildquelle www-shutterstock.com

Das Herstellen des Grippeimpfstoffes erfolgt nur in unserem Teil der Welt früh. Neue Grippeerreger bilden sich normalerweise zuerst in Südostasien, dort hat der Virus sozusagen seine Hochburg und seine Brutstätten. Im Sommer werden in Asien
Proben entnommen und an die Labore geschickt, um Impfstoff zu produzieren. Wenn der Grippeerreger normal virulent ist, also nicht besonders gefährlich, wandert er nur langsam um die Welt und trifft bei uns mit einer Verzögerung von ca. 4-6
Monaten ein- Zeit genug, Impfstoff in den benötigten Mengen herzustellen.

Wohre stammt dieser Virus überhaupt?

Die Grippeviren kommen in vielen verschiedenen Formen bei Menschen und Tieren vor. Dort, wo in landwirtschaftlichen Betrieben Mensch und Tier eng beieinander leben, können sich Menschen- und Tiergrippeerreger vermischen und neue, teils hochgefährliche Erregertypen bilden. Das geschah bei der Hühnergrippe (Vogelgrippe), die 2003 in Honkong ausbrach und mehrere Menschenleben forderte. Neue Erregertypen entstehen sehr oft in Asien. Bis sie um die halbe Welt herum zu uns gelangen, bleibt meist eine Frist von mehreren Monaten, in denen ein Impfstoff hergestellt werden kann. Diese Viren zur Herstellung des Impfstoffes werden in angebrüteten Hühnereiern gezüchtet. Deshalb sollten Personen, die gegen Hühnereiweiß allergisch sind, sich nur mit eiweißfreien Impfstoffen impfen lassen (Ihr Arzt kennt entsprechende Produkte).

Wer sollte geimpft werden ?

Zunächst einmal Personen, die im medizinischen Bereich tätig sind und daher größere Ansteckungsgefahr haben. Auch für Personen , die an Arbeitsplätzen mit viel Publikumsverkehr arbeiten, wäre ein Impfschutz angebracht. Des weiteren sollten Personen, die aufgrund Ihres Alters oder anderer Erkrankungen einen geschwächten Immunschutz haben, sich lieber impfen lassen. Neuerdings werden auch Schulkinder als Risikogruppe erkannt. Ihr Arzt wird sie gerne beraten, ob Sie zu einer Risikogruppe gehören, für die eine Impfung empfohlen wird.

Lohnt sich die Impfung ?

Eigentlich wird doch jeder einmal im Winter grippekrank , und das verläuft doch fast immer harmlos.....Und außerdem sind Sie letztes Jahr trotz Impfung grippekrank gewesen ?
Da verwechseln die meisten Leute die echte Virusgrippe mit einem sogenannten grippalen Infekt. Der grippale Infekt verläuft in der Tat meist harmlos. Er wird durch verschiedene Erreger verursacht, die mit dem echten Grippevirus nichts zu tun haben. Daher kann auch die Impfung nicht dagegen helfen. Andererseits ist die echte Grippe , auch Influenza genannt, eine lebensbedrohliche Krankheit. In jedem Jahr sterben mehrere 10000 Leute an der echten Grippe. Manchmal bildet der Influenza-Virus eine so gefährliche Variante aus, daß nicht mehr zehntausende, sondern hunderttausende von Menschen daran sterben. Dann wird die Krankheitswelle nicht mehr als bloße Epidemie bezeichnet, sondern als Pandemie. Die letzte große Pandemie 1918/19 tötete mehr Menschen als die Pest im Mittelalter. Ähnliches kann uns auch heute wieder passieren. Das wäre um so gefährlicher, als der starke internationale Fernverkehr für eine schlagartige weltweite Verbreitung der Grippeviren sorgen würde, für die dann letzten Endes nicht mehr rechtzeitig geimpft werden könnte.

Nach Aussagen der Wissenschaftler ist eine wirklich gefährliche Grippe sozusagen überfällig, d.h., sie rechnen jedes Jahr damit.

Warum sind manche Grippearten gefährlicher als andere?

Gelegentlich bilden sich allerdings hochgefährliche Mutationen. (So alle 100 Jahre mal, und das befürchtet man gerade bei der Vogelgrippe).Bei denen würde die Ansteckungsgefahr erheblich höher sein, und der Virus im Extremfall nur wenige Tage brauchen, um bis zu uns zu gelangen (Flugverkehr). In dem Falle käme die Produktion des Impfstoffes zu spät. Man würde aber trotzdem Impfstoff produzieren, weil nach allen Erfahrungen die Grippe meist in zwei zeitlich deutlich getrennten Wellen auftritt. Für die zweite Welle wäre der Impfstoff dann wahrscheinlich rechtzeitig fertig.

Insbesondere die Vogelgrippe, die derzeit beginnt, sich weltweit auszubreiten, macht den Wissenschaftlern Sorgen. Sie überträgt sich zwar nur schlecht auf Menschen, bringt aber gut die Hälfte der befallenen Menschen um. Die Hauptsorge der Wissenschaftler ist aber dieses:

Trifft die Vogelgrippe (oder irgend eine andere neue, agressive Tiergrippe) im menschlichen Körper auf einen anderen, menschlichen Grippevirusstamm, können beide Erreger Gene austauschen. Damit könnte die Vogelgrippe zur Menschengrippe mutieren und damit für Menschen sehr viel ansteckender werden, oder die Menschengrippe könnte die Killereigenschaften der Vogelgrippe erben. Damit wäre eine weltweite Pandemie mit sehr vielen Todesopfern sicher.

Die Impfung möglichst großer Teile der Bevölkerung könnte die Möglichkeit eines solchen Zusammentreffens und Genaustausches geringer halten. Wohlgemerkt, die Impfung hilft nicht gegen die Vogelgrippe, dagegen haben wir noch keinen Impfstoff. Aber sie kann die Wahrscheinlichkeit einer gefährlichen Neubildung des Virus verringern.

Aber auch bei den weniger virulenten ( krankmachenden ) Grippestämmen, der Menschengrippe, gegen die es ja einen Impfstoff gibt, gilt: die echte Grippe ist immer eine schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung. Überlegen Sie sich, ob nicht doch eine Vorbeugung für Sie angebracht wäre. Noch ist Zeit für eine Impfung.

Erstellt Oktober 2003, Update 5.01.2010
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