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EHEC

 Ein Keim läuft Amok

EHEC ist im Prinzip nichts Neues. Die Abkürzung steht für enterohämorrhagische Escherichia coli. E. coli ist einer von den Darmbakterien, die jeden, auch den kerngesunden Menschen, sein Leben lang begleiten. Die meisten davon sind harmlos.

Allerdings neigen sie, wie alle Bakterien, dazu, untereinander Erbinformationen, auszutauschen. Und nicht nur mit anderen E.coli Keimen, sondern auch mit fremden Bakterien. Dadurch kann plötzlich eine Variante entstehen, die extrem gefährlich ist. Und genau das ist offenbar passiert.

Der EHEC- Errreger verhält sich zum normalen E.coli wie ein Amokläufer zum kleinen Taschendieb. Das heißt, er ist um ein Vielfaches gefährlicher. Diese neue E.coli-Variante scheidet Giftstoffe aus, sogenannte Shiga-Toxine. Das sind Gifte, die man ursprünglich nur in anderen Bakterien, den sogenannten Shigellen, gefunden hat. Sie schädigen Blutgefäße, insbesondere auch in den Nieren, und greifen das Nervensystem an. Nicht bei allen Patienten gleich schlimm, Gott sei Dank, aber ein verhältnismäßig hoher Prozentsatz erkrankt lebensgefährlich, manche sterben leider daran. Diese Erkrankung wird als hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) bezeichnet und macht derzeit Schlagzeilen.

Laborarbeit in der Medizin

 

Wie wird EHEC übertragen?

Über die klassischen Wege.

Zunächst einmal sind da die Schmierinfektionen, beim direkter Berührung eines Erkrankten, oder Berühren von Gegenständen, mit denen ein Erkrankter vorher Kontakt hatte. Besonders beliebt ist die schlecht gereinigte Toilette, oder der Türgriff, wenn nach dem Toilettengang das Händewaschen mal wieder vergessen wurde. Nicht zu unterschätzen: gemeinsam benutzte Gegenstände wie Telefone, Computertastaturen, Fernbedienungen, alles Dinge, die eher selten gereinigt werden.

Genauso klassisch: verunreinigte Lebensmittel. Lebensmittel, die von einer erkrankten Person bearbeitet wurden. Und bevor Sie jetzt empört mit dem Finger zeigen: diese Erkrankten wissen meist in den ersten Tagen ihrer Infektion selbst noch nicht, dass sie krank sind. können aber trotzdem schon den gefährlichen Keim verbreiten.

Des weiteren Lebensmittel, die mit verunreinigten Oberflächen in Kontakt kamen. (Wozu auch die nicht gewaschenen Finger nach dem Toilettengang gehören. Oder das dreckige Schneidebrett vom Vortag. Oder die Küchenschabe, die nachts aus ihrem dreckigen Versteck kommt und über die sauberen Lebensmittel läuft).

Und zuletzt Lebensmittel, die mit dem Keim herangezogen wurden. Z.B. Gemüse oder Obst, das mit verunreinigtem Wasser gegossen wurde.

Wie können Sie sich und andere schützen?

Wie aus dem oben gesagten hervorgeht, relativ einfach. Hygiene. Also Hände waschen, waschen, waschen, mehrmals täglich, mindestens aber nach jedem Toilettengang und bevor man Lebensmittel verarbeitet. Wasser und Seife reichen dazu übrigens normalerweise völlig. Desinfektionsmittel brauchen Sie nur, wenn Sie direkten Kontakt mit Erkrankten haben. Ansonsten sorgen wild eingesetzte Desinfektionsmittel höchstens für mehr resistente Keime und mehr Allergien.

Lebensmittel waschen. Sorgfältiges Waschen, am besten mit heißem Wasser, spült die meisten Keime herunter. Plus einige Umweltgifte. Was dann noch übrig bleibt, ist meist nicht genug, um eine Infektion zu bewirken.

Lebensmittel sauber lagern, kühlen, um Bakterienwachstum zu verringern, und so aufbewahren, das smöglichst kein Ungeziefer herankommt.

Wenn Sie Erkrankte in der Familie haben oder sonstwie unbedingt auf Nummer sicher gehen wollen, beherzigen Sie einfach die alte Weisheit aller Fernreisenden:

Boil it, cook it, peel it, or forget it.

Also Lebensmittel kochen, braten, schälen - oder darauf verzichten.

Frisches Obst und Gemüse, das sie erst abgewaschen und anschließend geschält haben, ist ziemlich sicher.

Alles, was mindestens 10 Minuten 70 Grad Hitze oder mehr abbekommen hat, ist sehr sicher. Das übersteht auch der hartnäckigste E.coli nicht. Bakterien bestehen schließlich aus Eiweiß, und wie Sie wahrscheinlich vom Eierkochen wissen, denaturiert das Eiweiß beim Kochen und ist damit nicht mehr lebensfähig.. Aus einem gekochten Ei kann schließlich auch kein Küken mehr schlüpfen.

Wer hat ein hohes Risiko?

Bei dieser speziellen Infektion merkwürdigerweise Frauen. Merkwürdig deshalb, weil E. Coli sonst ein Keim ist, der bevorzugt kleine Kinder attakiert. Oder sehr alte Personen. Oder Personen mit geschwächtem Immunsystem. Allerdings haben genau diese Personengruppen, wenn sie EHEC bekommen, genau wie Schwangere übrigens auch, ein erhöhtes Risiko für einen sehr schweren Verlauf der Infektion.

Wie macht sich eine Erkrankung bemerkbar?

Bei leichten Erkrankungen mit wässrigem Durchfall. Gegebenenfalls kombiniert mit krampfartigen Bauchschmerzen und Fieber. Also wie jeder normale krankhafte Durchfall.

Bei der HUS- Komplikation erscheint dagegen Blut im Stuhl. Das ist ein absolutes Alarmzeichen und ein sofortiger Fall für den Arzt. HUS muss zwingend vom Arzt behandelt werden. Selbst behandeln klappt nicht. Versuchen Sie es gar nicht erst. Die HUS- Komplikation der EHEC- Infektion ist lebensgefährlich. Nur die moderne Intensivmedizin kann den schwer erkrankten Patienten eine Chance zum Überleben geben.

Intensivmedizin

 

Und die Quelle für diesen gefährlichen Keim?

Kennt man nicht. Es gibt Vermutungen, Hinweise, heiße Spuren, aber immer noch keinen eindeutigen Beweis. Und den wird es womöglich auch nie geben. Denn, wie schon gesagt, der E.coli-Keim kommt überall und in jedem Menschen vor. Außerdem auch in diversen anderen Säugetieren. Und Tiere wie Rinder und Schweine, aber auch manche Wildarten, können die gefährlichen EHEC- Erreger offensichtlich beherbergen, ohne selbst daran zu erkranken.

Was die Presse bringt, sind nur vermutliche Verbreitungsvektoren, also Wege, auf denen der Keim an Menschen herankommt. Wo genau aber die Ursache, also der Ort ist, an der die entscheidende Mutation der Bakterien stattfand, wird wahrscheinlich nie endgültig geklärt werden können.

Wir müssen also mit EHEC leben?

So wie wir auch mit Pest und Cholera leben (ja, beide Krankheiten gibt es noch auf diesem Planeten). Solange einfache Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, kann man den meisten Infektionen aus dem Weg gehen. und Gefahren sind relativ. EHEC hat über eine Woche gebraucht, um mehr als 10 Menschen zu töten. Auf unseren Straßen sterben jeden einzelnen Tag mehr Menschen. Trotzdem fahren Sie Auto. Oder etwa nicht?

 

Quellen: Pharmazeutische Zeitung Mai/Juni 2011, verschiedene Medien- und Zeitschriften-Meldungen
Erstellt Juni 2011
Copyright © Charlotte Erpenbeck

Apothekerin

 

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Apothekerinnen Charlotte Erpenbeck und Tanja Kramer und das Team der Alten Sonnen-Apotheke

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