Sie sind hier:

Übergewicht und Abnehmen

Nie hatten die Menschen in Europa so viele verschiedene gesunde Nahrungsmittel in so reicher Menge zur Verfügung wie heute.
Und nie hatten die Menschen in Europa so viele Probleme mit Übergewicht wie heute.
 
Nach vorsichtigen Schätzungen ist bereits jedes vierte Kind übergewichtig. Übergewichtige Kinder werden in 80 % aller Fälle übergewichtige Erwachsene. Und übergewichtige Erwachsene müssen als Folge ihrer Kilos mit deutlich erhöhtem Krankheitsrisiko und verringerter Lebenserwartung rechnen.
Dabei ist der gesellschaftliche Druck groß, die Mode diktiert dünne Formen. Jede zweite Frau wird schätzungsweise schon einmal eine Abnehm-Diät versucht haben. Und auch Männer leben zunehmend figurbewusst.
Um wirklich Abzunehmen, sollten Sie allerdings nicht einfach irgendeine gerade angepriesene Diät versuchen, sondern etwas mehr über Ihren Körper und seinen Umgang mit Nahrungsenergie wissen.
Diese Theorie hilft Ihnen zu verstehen, wie Sie gesund abnehmen können (oder warum Sie nicht abnehmen, trotz der dritten oder vierten Diät.)

Falls Sie starkes Übergewicht haben, empfehle ich Ihnen ich vor Ihrer geplanten Abnehmkur aber in jedem Fall ein Gespräch mit Ihrem Arzt. Eine falsch gewählte Methode kann Sie unter Umständen ins Krankenhaus bringen!
 
Erstellt September 2003, Update November 2017
Copyright © Charlotte Erpenbeck

 

 

Übergewicht

Wie man so schön sagt: Manche Menschen sind einfach zu klein für ihr Gewicht!
Aber Scherz beiseite. Übergewicht ist, in weiten Teilen, Definitionssache. Wenn Sie die Models auf dem Laufsteg als Maßstab nehmen, dann haben Sie bereits bei Größe 40 eindeutig Übergewicht.

Unter normalsterblichen Frauen mit normalen Figuren haben sich die Größen 40 bis 44 als Normalgewicht eingependelt. Leider betrachten die meisten Frauen bereits Größe 44 als sehr übergewichtig, weil das Diktat der Mode Schlankheit vorgibt. Tatsächlich ist Größe 44 aber für mittelgroße und große Frauen ein völlig normaler Wert.
Übergewicht ist auch stark abhängig von der jeweiligen Kultur und Zeit. Es gibt mehr als genug Anhaltspunkte, daß während der frühesten Kulturen der Menschheit das Ideal eine möglichst üppige Figur war. Insbesondere für Frauen, denn nur mit genügend Energiereserven konnten die Frauen gesunde Kinder bekommen und diese Kinder auch in Zeiten mit geringem Nahrungsangebot noch stillen.
Noch im Mittelalter und in der späten Neuzeit war das Schönheitsideal eindeutig: Bäuchlein beim (älteren) Mann, wallende Formen bei der Frau. Rubens ist nur ein Maler – allerdings ein sehr berühmter –, der uns dafür den Beweis lieferte.
Erst im 20. Jahrhundert wurde die Bohnenstangenfigur erstrebenswert.
Und wie sieht das medizinisch aus? Der Mediziner hat erst einmal eine ganz grobe Formel zur Hand: Körpergröße minus 100 ergibt das (einigermaßen genaue) zulässige Normal-Gewicht.
Etwas präziser handhabt das der Body-Mass-Index:
Gewicht in kg geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.
Ab einem BMI von 25 spricht der Arzt von Übergewicht, und ein BMI von über 30 bedeutet eine gesundheitliche Gefährdung.
Aber auch hier ist alles relativ. Ein übergewichtiger, sportlich aktiver Mensch hat für seine Gesundheit weniger zu befürchten als ein normalgewichtiger, total unsportlicher Typ.
Nicht das (Über-) Gewicht ist das Maß aller Dinge, sondern Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden!
 
Erstellt 14.09.2005, Update November 2017
Copyright © Charlotte Erpenbeck
Apothekerin