Alte Sonnen-Apotheke, Markt 2, 49740 Haselünne im Emsland

 

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Untergewicht bei Kindern

Im Jahr 2000 waren 8% aller Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 16 Jahren untergewichtig.

Untergewicht bei Kindern und Jugendlichen ist kein kosmetisches Problem. Wenn dem wachsenden Körper Nährstoffe fehlen, leidet der ganze Körperbau inklusive des Gehirns.  Chronisch unterernährte Kinder bleiben klein, anfällig für Krankheiten, auch die schulischen Leistungen sind stark beeinträchtigt. Die sexuelle Entwicklung ist möglicherweise verzögert oder stark gestört, weil die in der Pubertät aktiven Hormone eine bestimmte Menge Fett benötigen, um überhaupt in ausreichender Menge gebildet zu werden.

Kritisch wird es, wenn insbesondere bei Jugendlichen Untergewicht schleichend übergeht in die lebensgefährliche Magersucht. Wenn Ihr Kind davon redet, abnehmen zu müssen, obwohl Sie es objektiv dünn finden, sollten bei Ihnen alle Alarmglocken klingeln. Bei Magersucht ist dann allerdings ärztliche und / oder psychologische Hilfe gefragt, eventuell wird sogar ein Klinikaufenthalt nötig.

Von Magersucht als krankhaftem, absichtlich herbeigeführtem Untergewicht  soll hier aber nicht die Rede sein. Eher von solchen Kindern, die den Eltern meist schon im Kindergartenalter Sorgen machen, weil sie einfach “schlecht essen”.

Wenn Kinder vorübergehend nicht viel essen, bedingt durch  Krankheiten oder Verletzungen, ist das allerdings noch kein Grund , besorgt zu sein. In diesen Fällen kann die Nahrungsverweigerung als Teil eines natürlichen Heilungsprozesses gewertet werden. Ißt das Kind allerdings chronisch zu wenig, stochert nur wie ein Suppenkasper auf dem Teller herum und verweigert wichtige Lebensmittel über längere Zeit völlig, dann sollten Sie mit dem Kinderarzt reden. Er kann Ihnen sagen, ob Ihr Kind seiner Entwicklung und seinem Gewicht nach noch der Norm entspricht. 

Der BMI-Index, so wie er für Erwachsene berechnet wird, kann bei Kindern nicht angewendet werden. Durch die teils extrem schnellen Wachstumsphasen können Kinder sehr unterschiedliche BMIs haben und trotzdem noch im Normalbereich liegen. Ihr Kinderarzt hat Spezialtabellen, die erheblich besser Auskunft geben, ob Ihr Kind ein normales Gewicht für sein Alter hat.

Zu wenig Nahrung bedeutet oft auch zu wenig Vitamine und Mineralstoffe. Falls die aufgenommene Kalorienmenge sich gerade so am unteren Ende der Skala bewegt, können Sie dem Kind vorsichtshalber ein Mineralstoff- und Vitaminpräparat geben. Es existiert mittlerweile eine reiche Auswahl von Produkten, die auf jedes Alter und jeden Geschmack zugeschnitten sind.
Datteln

Außerdem sollten Sie dem Kind Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte anbieten, Obst, Gemüse, Getreide, Milchprodukte, die zusätzlich mit pflanzlichen Ölen oder  Sahne angereichert sind. Beispiele für hochkalorische, sehr gesunde Nahrungsmittel sind Datteln und Paranüsse, beide zudem reich an Spurenelementen (Paranüsse beispielsweise enthalten viel Zink, was das Immunsystem benötigt).
Paranüsse


Sofern die Nahrungsmenge Ihres untergewichtigen Kindes tatsächlich unterhalb der mindestens notwendigen Kalorienaufnahme liegt, kommen Sie nicht um eine Ergänzungsnahrung herum. Es gibt spezielle, hochkalorische Trinkpäckchen oder individuell dosierbare Pulver, die wie Säuglingsnahrung nur noch mit abgekochtem Wasser angerührt werden müssen.

Trinknahrungsmarken wie z.B. Clinutren junior von Nestle sind auf den speziellen Nährstoffbedarf Heranwachsender eingestellt und können ab dem zweiten Lebensjahr bedenkenlos gebraucht werden.

Solche Spezialtrinknahrung kann übrigens auch chronisch kranken Kindern gegeben werden, die oft durch die Krankheit, ihre Medikamente oder krankheitsbedingten Bewegungsmangel stark unter Appetitlosigkeit leiden.

Ein bis zwei Portionen am Tag reichen meistens als Zusatz schon aus. Die Trinknahrung kann nach Geschmack des Kindes gewürzt werden (beliebt ist z.B. eine kräftige Nesquick-Kakaonote). Zusatznahrung in Trinkpäckchen wird auch mit fertigen Geschmacksnoten wie  Kakao, Vanille, Banane oder Waldbeere angeboten.

Unter der gebührenfreien Hotline-Nummer 0800-1001635 der Firma Nestle können Eltern weitere Informationen und eine Broschüre anfordern, ebenso auf der Website www.nutrinews.de .
Erstellt Juni 2004, durchgesehen und ergänzt Oktober 2012
Copyright © Charlotte Erpenbeck
Apothekerin
 

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Apothekerinnen Charlotte Erpenbeck und Tanja Kramer und das Team der Alten Sonnen-Apotheke

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