Alte Sonnen-Apotheke, Markt 2, 49740 Haselünne im Emsland

 

0

Anti-Pilz-Diät

Eine Anti-Pilz-Diät kann nicht schaden. Bei Infektionen mit bestimmten Pilzarten wird sie allerdings auch nichts ausrichten können.

Als Erkrankung lassen sich Darmpilze nur selten direkt nachweisen, da von Natur aus jeder menschliche Darm vom Tag der Geburt an mit Pilzen besiedelt ist. In der Hauptsache sind das Pilze der Gattung “Candida albicans“.

Hinweise auf eine übermäßig starke Vermehrung von Pilzen sind eher indirekt und ungenau, da bei den meisten Symptomen auch andere Ursachen schuld sein können. Erscheinungen am Verdauungstrakt wie eine belegte Zunge, Blähungen, Verstopfung, Durchfall oder Juckreiz am After, darüber hinaus können z.B. ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit auftreten, Juckreiz, Hautrötungen, Stimmungstiefs, depressive Phasen sowie Heißhunger auf Süßwaren oder eine schnelle Gewichtszunahme.

Letztlich kann nur der Arzt mit Laboruntersuchungen feststellen, ob eine übermäßige Besiedlung mit Darmpilzen vorliegt. Eine solche Untersuchung kommt dann in Frage, wenn mehrere der oben geschilderten Probleme gleichzeitig auftreten, die Symptome längere Zeit auftreten und andere Ursachen ausgeschlossen werden können. Der Arzt untersucht eine Stuhlprobe oder einen Schleimhautabstrich, gelegentlich kommt auch eine Blutuntersuchung in Frage.

Sollte eine Behandlung notwendig sein, muß immer der ganze Verdauungstrakt behandelt werden ( Mund eingeschlossen), und nach der Behandlung sollte mit geeigneten Mitteln eine natürliche Darmflora wiederaufgebaut werden.

Mögliche Ursachen für eine Pilzerkrankung sind:

Schwäche des Immunsystems, z.B. bei chronischen Erkrankungen, falsche Ernährung, Einnahme von Antibiotika über längere Zeit, übermäßige Körperhygiene mit Deos und Intimsprays, enganliegende synthetische Kleidung, die Schwitzen fördert.

Da falsche Ernährung die Ausbreitung von Pilzen fördert, ist es konsequent, sie mit einer Anti-Pilz-Diät zu stoppen. Diese Anti-Pilz Diät ist im Grunde nur eine betont gesunde Ernährung, weshalb sie ohne jeden Schaden auch vorbeugend oder bei bloßem Verdacht einer Pilzinfektion durchgeführt werden kann.

Anti-Pilz-Diät

Das Grundprinzip dieser Diät lautet: Viele Ballaststoffe, wenig Zucker oder Weißmehl.

Pilze wachsen sehr gut auf raffiniertem Mehl oder Zucker aller Arten (leider auch auf natürlichem Rohrzucker oder Honig). Es gibt nur eine Ausnahme: Milchzucker kann von den Pilzen nicht verwertet werden. er taugt aber nicht zum Süßen ( Zum Süßen sollten hier Süßstoffe gebraucht werden). Eingesetzt wird Milchzucker in erster Linie, um das Wachstum erwünschter Darmbakterien zu fördern und die Verdauung gut in Gang zu halten.

Komplexe Kohlenhydrate wie Stärke und Ballaststoffe können die Pilze nur schwer verdauen. Darüber hinaus regen die Ballaststoffe die Darmtätigkeit an, und die Pilze werden schneller ausgeschieden als sie nachwachsen können. Dazu gehört aber auch viel Flüssigkeit, damit die Ballaststoffe nicht im Darm verkleistern und ihn verstopfen.

Folgende Lebensmittel sollte man bei einer Anti-Pilz-Diät bevorzugen:

Kaffee, Tee, Mineralwasser, Gemüsesäfte, Diätsäfte mit Süßstoff
Milch, insbesondere Joghurt, Kefir, Buttermilch und andere Produkte mit lebenden Milchsäurebakterien
Sauerteig-Roggenbrot, Vollkornbrote, Vollkornkekse, generell alle Getreide-Vollkornprodukte (Müsli usw.)
Alle Kartoffelprodukte
Alle Fleischwaren ohne Wurst

Zu meiden sind folgende Lebensmittel:

Alle Süßwaren, auch für Diabetiker ( Fruchtzucker ! ), alle Zuckersorten
Milchprodukte mit Fruchtzusätzen
Obstsäfte ( enthalten Fruchtzucker! ), Limos, Bier, Wein Sekt, Likör, Schnaps
Helles Brot, Brötchen, Kuchen und Gebäck
Speisestärke, Reis, Teigwaren, alle Fertigprodukte wie Puddingpulver, Saucen, Cremesuppen, Fertigmüsli ( oft gesüßt und mit Trockenfrüchten) usw.

Da bei einer Anti-Pilz Diät das Obst gemieden werden sollte, muß der Vitaminbedarf mit Milchprodukten und Gemüse gedeckt werden. Sollten Sie beides nicht sehr mögen, müssen Sie für die Dauer der Diät Ihre Nahrung mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten ergänzen.
Erstellt Januar 2003
Copyright © Charlotte Erpenbeck
Apothekerin

Sie haben Anregungen, Bestellungen oder Fragen? So können Sie uns immer erreichen:
Alte Sonnen-Apotheke OHG, Markt 2,
49740 Haselünne ( Emsland )
Telefon 05961-294  Fax 05961-9247
e-mail: bestellung at alte-sonnen-apotheke-app.de (Zum Schutz vor Spam haben wir das at-Zeichen ausgeschrieben. Sie müssen dieses ausgeschriebene at durch das @-Zeichen ersetzen, damit die e-mail-Adresse gültig ist.)
Telefonanfragen und Telefonbestellungen bearbeiten wir sofort, auf Fax und e-mail-Anfragen bekommen Sie normalerweise spätestens in zwei Arbeitstagen eine Antwort.

Öffnungszeiten :

Montag:8:30 bis 13:00 und 14:30 bis 19:00 Uhr
Dienstag8:30 bis 13:00 und 14:30 bis 19:00 Uhr
Mittwoch8:30 bis 13:00 und 14:30 bis 18:00 Uhr
Donnerstag: 8:30 bis 13:00 und 14:30 bis 19:00 Uhr
Freitag8:30 bis 13:00 und 14:30 bis 18:00 Uhr
Samstag9:00 bis 13:00 Uhr

Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Apothekerinnen Charlotte Erpenbeck und Tanja Kramer und das Team der Alten Sonnen-Apotheke

Übrigens, die Bilder auf unserer Seite sind entweder Eigentum unserer Kooperation, der Parmapharm, oder selbst gemacht, oder aber eingekauft bei Shutterstock (und dann entsprechend gekennzeichnet)

0
Neue Beiträge per RSS abonnieren

Copyright © 2002-2005 Charlotte Erpenbeck