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Was verursacht Allergien ?
Gut 90 % der Allergien werden von relativ bekannten Übertätern verursacht. An erster Stelle stehen dabei die Pollen, dabei besonders die Pollen von Gräsern und bestimmten Bäumen, die nicht durch Bienen, sondern durch den Wind weitergetragen werden.
Dichtauf folgt der Kot der Haustaubmilbe, kleiner tierischer Untermieter, die sich herrlich mit unseren modernen Wohnbedingungen arrangiert haben. Sie gehören zu den Spinnentieren und sind so winzig, daß hunderte von ihnen auf einen Streichholzkopf passen. Sie leben besonders gerne in Polstermöbeln, Teppichen und Betten, so daß praktisch jeder von uns ständig mit ihren Ausscheidungen in Berührung kommt.
Weitere, gut bekannte Allergieerreger sind Haare von Haustieren. Hier sind zwar die Katzen am berüchtigtsten, aber noch mehr Allergien und allergisches Asthma verursachen Goldhamster und Meerschweinchen. Aber auch landwirtschaftliche Nutztiere oder sogar schon ein Tierfell an der Wand können Allergien auslösen.
Je feiner ein Stoff ist, desto besser kann er Allergien auslösen. Da braucht es auch nicht zu wundern, wenn zu den Berufskrankheiten der Bäcker und Tischler die Holzstaub- bzw. Mehlstauballergie gehört. Aber auch viele chemische Stoffe lösen gerne Allergien aus, z.B. Holzschutzmittel, Formaldehyd, Farben und Lacke , Reinigungsmittel und Farb- und Duftstoffe in Körperpflegemitteln.
Erkennen von Allergien
Verschiedene Test dienen dem Arzt dazu, die Auslöser einer Allergie zu finden.
Am einfachsten ist der Hauttest. Dabei markiert der Arzt Felder auf der Haut und trägt in jedem Feld einen möglichen Allergiestoff auf. Sind in der Haut Antikörper vorhanden, bildet sich nach kurzer Zeit eine Quaddel , umgeben von einer Rötung der Haut, oft mit Juckreiz.
Manche allergischen Reaktionen haben allerdings eine verspätete Zündung. Zum Nachweis dieser Spätreaktionen wird ein mit Allergen getränktes Pflaster für zwei bis drei Tage auf die Haut geklebt . Beim Abheben des Pflasters prüft der Arzt, ob sich Rötung, Schwellung oder Bläschen unter dem Pflaster gebildet haben.
Fällt der Hauttest nicht eindeutig aus, ist das Labor dran. Dabei wird dem Patienten Blut entnommen, die roten und weißen Blutkörperchen werden herauszentrifugiert, und im Serum wird die Konzentration IgE-Antikörper überprüft. Da dieser Test recht teuer ist, kommt er erst nach Versagen der Hauttests zum Zuge.
Pricktest
Hat man nun ein Allergen gefunden, muß mit einem weiteren Test geprüft werden, ob dieses Allergen wirklich der Krankheitsauslöser ist. Mit dem sogenannten "Pricktest " wird der Körper provoziert. bei Heuschnupfen wird das Allergen auf die Nasenschleimhaut geträufelt, bei Asthma eingeatmet, bei Nahrungsmittelallergien geschluckt usw.. Diese Provokationstests dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, am besten in einer Klinik, da die folgende allergische Reaktion ohne sofortige ärztliche Hilfe lebensgefährlich werden kann.
Nahrungsmittel-Auslassungs-Test
Bei Nahrungsmittelallergien gibt es aber auch eine ungefährlichere Methode, den diagnostischen Test durch Auslassen.
Dabei verzichtet der Patient ein bis zwei Wochen auf alle Nahrungsmittel, auf die er allergisch reagieren könnte. Ist der Auslöser dabei, bessern sich die Beschwerden meist innerhalb weniger Tage. Dann werden nach und nach neue Nahrungsmittel in den Katalog der erlaubten Speisen aufgenommen, bis der Übeltäter gefunden wurde.
Dabei treten oft sogenannte Kreuzallergien auf. So kann der Patient z.B. bei einer Milchallergie auch auf Rind- oder Kalbfleisch allergisch reagieren. Diese Suchdiäten werden in der Regel im Krankenhaus durchgeführt .
Erstellt Juni 2001
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