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Zöliakie ist eine Darm-Erkrankung. Oder besser gesagt, eine vererbte Unfähigkeit des Darms, mit bestimmten Lebensmitteln klar zu kommen.
Es ist die Unfähigkeit, Getreideprodukte mit Gluten (Klebereiweiß) zu verarbeiten, und sie kann verschieden stark ausgeprägt sein. Jemand mit einer milden Zöliakie bemerkt vielleicht nur, daß sein Stuhlgang sehr unregelmäßig ist, mal verstopft, mal Durchfall, mal unklare Bauchbeschwerden.
Eine ausgeprägte Zöliakie äußert sich mit starkem, anhaltenden Durchfall und ausgeprägten Magen-Darm-Beschwerden bereits bei Kontakt mit kleinsten Mengen Gluten (z.B. in einem Keks oder einer Scheibe Brot).
Wie können Sie Zöliakie von anderen Magen-Darm-Erkrankungen und Lebensmittelallergien unterscheiden?
Im Handel gibt es sogenannte Zöliakie-Schnelltests. Die sind aber nicht sehr sicher. Sollte ein solcher Schnelltest positiv ausfallen, ist das ein Grund, den Arzt zu einer näheren Untersuchung zu veranlassen. Darauf verlassen können Sie sich aber nicht.
Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte Auslassversuch. Sie verzichten ganz strikt für zwei bis vier Wochen auf alle Getreideprodukte. Zu 100%. Bessern sich Ihre Darmbeschwerden dramatisch, ist das ein erster Hinweis auf eine mögliche Zöliakie. Dann essen Sie wieder Brot. Setzen die Beschwerden sofort wieder wie gewohnt ein, ist das schon fast ein sicheres Zeichen für eine Zöliakie. Fast. Leider auch nicht zu 100%. Es könnte immer noch eine Lebensmittel-Allergie sein.
Es gibt nur eine einzige wirklich sichere Methode, nämlich die Untersuchung einer Gewebeprobe aus dem Dünndarm. Das ist Sache des Arztes. Und der wird diese Untersuchung natürlich nur machen, wenn ein dringender Verdacht auf Zöliakie besteht (wenn also mindestens eine der beiden oben erwähnten Methoden einen deutlichen Hinweis auf Zöliakie ergeben hat).
Erstellt 1.09.2009
Quellen: Veröffentlichungen der Deutsche Zöliakie-Gesellschaft
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