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Auch wenn Sie in Ihrer Familie oder unter Ihren Festtagsgästen mehrere Allergiker haben (mit verschiedenen Allergien), so müssen Sie doch nicht gleich für jeden separat kochen. Um Ihnen das Weihnachtsmenue etwas zu vereinfachen, schlage ich Ihnen folgende kleine Auswahl vor (glutenfrei, milchfrei, ohne Eier oder Nüsse):
Grüne Linsen- und Spinatsuppe
250 g grüne Linsen (gewaschen)
500 g frischer Spinat (gegebenenfalls auch welcher aus der Gefriertruhe)
1 kleingehackte Zwiebel
2 zerquetschte Knoblauchzehen
Salz und schwarzer Pfeffer
falls sie es exotisch lieben, ein halber Teelöffel gepulverter Kreuzkümmel oder etwas Piment
Zubereitung:
Die Linsen werden in 1,5 Liter Wasser eine Stunde gekocht, dann werden die restlichen Zutaten zugegeben. Nochmals 10 Minuten köcheln lassen, alles mit dem Mixer oder Passierstab homogenisieren und die heiße Suppe servieren. Falls Sie keine hochgradigen Milcheiweißallergiker in der Runde haben, dürfen Sie einen Kleks Sahne als Verzierung draufsetzen.
Filetsteak mit geschmorten Tomaten und Kräuterbutter
Sie benötigen pro Person:
150g Rinderfiletsteak
Butterfett
Salz, Pfeffer
2 mittelgroße, feste Tomaten
Bei den Tomaten schneiden Sie den Stielansatz heraus, schneiden sie etwas ein und geben Kräuterbutter in die Schnitte. Sie schieben die Tomaten in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen und schmoren sie dort weich.
Zwischenzeitlich werden die Steaks im erhitzten Butterfett von jeder Seite drei bis fünf Minuten gebraten, je nachdem, wie weit man das Fleisch durchgebraten wünscht. Bitte erst nach dem Braten salzen und Pfeffern, dann bleiben die Steaks saftiger.
Kräuterbutter
250 g Butter (evtl. laktosefreie Margarine)
1 Bund Petersilie
1 Bund Schnittlauch
ein paar Blätter Bärlauch oder 1 - 2 Zehen Knoblauch
Salz nach Geschmack
Die Kräuter werden feingehackt, der Knoblauch durch eine Presse gegeben und alles mit dem Salz unter die Butter (Margarine) geknetet. Überschüssige Mengen können problemlos eingefroren werden.
Als Beilage eignen sich feine Kartoffeln ( die sollten dann zeitgleich mit der Linsensuppe gekocht werden) oder Kochbeutelreis, der auch nicht länger braucht als die Tomaten. Die Kartoffeln können Sie fertig gekocht schön eine Weile warmhalten, wenn Sie das Wasser abgießen, die Kartoffeln aber im Topf lassen, mit einem Küchenhandtuch und darauf einem Deckel zudecken und sie auf einer Warmhalteplatte abstellen.
Sollten Sie Kinder in der Runde mit versorgen müssen, sind auch Backofen-Pommes eine gute Alternative.
Eine schnelle Alternative für einen kleinen Imbiß ist auch dieser warme Kartoffelsalat (für den ich die Mengen offenlasse, Sie dürfen ruhig zuviel machen, der kann auch später noch kalt gegessen werden):
Für ungefähr vier bis sechs Personen brauchen Sie Kartoffeln nach Augenmaß, die Sie schälen und kochen. Sie sollten möglichst eine fest kochende Sorte verwenden.
In der Zwischenzeit zerschneiden Sie einige Scheiben gekochten Schinken in feine Streifen, geben zwei bis vier Teelöffel frische, gehackte Petersilie dazu, zwei bis drei Eßlöffel Apfelessig, 1/2 Tasse Maiskeimöl, 1/2 Teelöffel Salz, drei Eßlöffel Wasser, 1/4 Teelöffel gemahlener schwarzer Pfeffer, 1 Eßlöffel Zitronensaft, 1/4 Teelöffel Paprikapulver, zwei bis drei Eßlöffel gehackte Zwiebeln.
Die gekochten Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten und mit der gemischten Soße übergossen. Zugedeckt mindestens einige Minuten ziehen lassen, eventuell sogar noch einmal fünf Minuten auf den Herd oder in den Backofen stellen, dann mit etwas frischer Petersilie garniert heiß servieren.
Dazu können Sie in dünne Scheiben geschnittenen Bratenaufschnitt oder Räuscherschinken servieren. Sowohl als Verzierung wie auch als Beilage eignen sich kleine Tomaten und eingelegte Gurken.
Zum Nachtisch gibt es Bratäpfel
4 Äpfel
3 EL Rosinen
1 EL Zucker
50 g Butter (oder Margarine)
1 TL Zimt
1/4 Liter Weißwein
Zubereitung:
Die Äpfel waschen, schälen, das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel mit der Hälfte Zucker, der Hälfte Zimt und allen Rosinen füllen. Sie geben dann alles in eine butterbestrichene Form, den Wein verrühren Sie mit dem restlichen Zucker und Zimt und gießen ihn darüber. Einge kleine Butterstückchen auf den Apfel geben, dann können Sie die Äpfel im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen 20 Minuten garen und servieren.
Alternativ zum Weißwein können Sie Apfelsaft verwenden und /oder Ahornsirup zum Begießen der Äpfel probieren.
Dazu trinken Sie, sehr weihnachtlich, einen Orangen-Punch
1 EL Tee (Ostfriesen-Tee)
1 Liter Wasser
6 Orangen
1 Zitrone
200 g Zucker
1 Liter Rotwein
1 Liter Weißwein
1/4 Liter Rum
Zubereitung:
Den Tee aufbrühen und durch ein Sieb in einen großen Topf gießen. Orangen und Zitronen auspressen und den Saft mit den restliche Zutaten zu dem Tee geben. Unter Umrühren erhitzen und mit etwas Gebäck servieren.
Falls Sie den Punch alkoholfrei benötigen (für Kinder oder Autofahrer), ersetzen Sie den Wein und Rum durch Apfelsaft, Traubensaft und, falls vorhanden, einen Schuß Sanddornsaft. Falls sie nur Apfelsaft und Traubensaft nehmen oder sogar einige exotische Säfte probieren wollen (Maracuja, Ananas), sollten Sie aber weniger Zucker verwenden. Diese Säfte sind meist um einiges süßer als Wein. Lediglich der Sanddornsaft ist herb genug, um nach mehr Zucker zu verlangen.
Natürlich fehlt auch nicht das Gebäckrezept: Florentiner
100 g Butter (evtl. laktosefreie Margarine)
3 Eßl. Honig
130 g Zucker
125 ml Sahne (evtl. laktosefrei)
1 Prise Salz
1/2 Päckchen Citroback
180 g Mandelblättchen (Mandeln sind keine Nüsse, aber fragen Sie vorsichtshalber vorhandene Nußallergiker, ob sie Mandeln vertragen)
30 g sehr fein gehacktes Orangeat
dunkle Schokoladenglasur oder Kuvertüre
Zubereitung:
Butter, Zucker und Honig, Sahne, Salz und Citroback in einem Topf 5 Min. köcheln lassen. Die Mandelblättchen und das Orangeat zugeben. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech mit einem Teelöffel Häufchen setzen (Abstand lassen). Im Backofen bei 170° ca. 20 - 25 Min. backen. Die Florentiner erkalten lassen und auf der Rückseite mit Schokoladenglasur bestreichen.
Möglicherweise wollen Sie Ihren Gästen aber eine geschmackliche Alternative anbieten. Dann probieren Sie doch
Sesam-Reis-Kekse
1 Tasse Sesam-Samen
1/2 Tasse Honig
1 Teelöffel Vanillezucker
1/2 Teelöffel (Bitter)mandelaroma
1 Tasse braunes Reismehl
1/2 Tasse gehackte Sonnenblumensamen
1 Teelöffel glutenfreies Backpulver
Zubereitung: Sesam. Honig, Vanillezucker und Mandelaroma mit den gehackten Sonneblumensamen mischen. Reismehl und Backpulver ebenfalls mischen und zugeben. Die ganze Masse wird zu kleinen Bällchen geformt und auf ein Backblech mit Backpapier gesetzt. Die Bällchen mit einem Löffel etwas abplatten und 15-20 Minuten bei 175 Grad backen, bis sich die Kekse leicht goldbrau verfärben.
Erstellt November 2004
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