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Zöliakie ist eine chronische Darmerkrankung. Sie wird ausgelöst durch den Kontakt mit Gliadin, einem Bestandteil von Gluten. Gluten ist das Klebereiweiß, welches in fast allen Getreidesorten vorkommt und für das Zusammenbacken des Mehles zuständig ist. Glutenfreie Getreidesorten wie Mais oder Reis sind ohne Zusätze kaum backfähig.
In der Muttermilch kommt Gliadin nicht vor. Folglich erkranken Kinder erst an Zöliakie, wenn sie Zusatzkost bekommen. Eines von 1000 Kindern erkrankt an Zöliakie.
Aber auch im Erwachsenenalter kann die Krankheit noch ausbrechen, wenn auch wesentlich seltener. Sie tritt in unterschiedlichen Schweregraden auf. Das Gliadin führt zu einer chronischen Entzündung des Darmes. Im Extremfall werden durch diese chronische Entzündung die Darmzotten ( kleine Ausstülpungen der Darmwand) fast völlig abgebaut, und der Darm wird innen glatt wie ein Gartenschlauch. Damit verringert sich die Oberfläche drastisch, und entsprechend auch die Produktion von Verdauungsenzymen. Selbst bei reichlichem Essen kann der Darm der Betroffenen dann nicht mehr genug Nahrungsstoffe aufnehmen, und die Zöliakie-Kranken leiden zusätzlich zu ihren Darmbeschwerden unter starker Mangelernährung.
Medikamente dagegen gibt es nicht. Als Behandlung kommt nur eine lebenslange Diät in Frage. Diese Diät kann auch mit Fertignahrung durchgeführt werden. Solche Fertignahrung kann in der Apotheke, im Reformhaus oder direkt von speziellen Herstellern wie z.B. Hammermühle bezogen werden.
Alle Fertiglebensmittel für Zöliakie-Kranke sind eindeutig als glutenfrei gekennzeichnet.
Für die Selbstversorger sind etliche Lebensmittel und aus ihnen hergestellte Produkte absolut verboten:
Roggen, Gerste, Weizen, Hafer, Grünkern, Bier. Entsprechend alle mit normalem Mehl hergestellten Backwaren und Soßen.
Erlaubte Nahrungsmittel sind:
Reis, Hirse, Mais, Buchweizen, Kastanienmehl, Soja, Sesam, Kartoffeln, Leinsamen, Amaranth, Milch, Fleisch, Fisch, Öle, Tee, Eier, Obst , Gemüse.
Erstellt August 2004
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