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An heißen Sommertagen meldet sich der Durst - man könnte sich den ganzen Tag an die (kalte) Wasserleitung hängen.
Ein gegebener Anlaß, um einmal über die eigenen Trinkgewohnheiten nachzudenken.
Die meisten von uns trinken zu wenig. Besonders ältere Menschen "vergessen" genug zu trinken, da ihr Körper nur noch ungenügend Durst-Signale aussendet.
Das kann im Extremfall zu schweren Kreislaufschwierigkeiten und zum Kollaps führen. Auch treten durch Flüssigkeitsmangel manchmal Symptome extremer Vergeßlichkeit und anderer geistiger Fehlleistungen auf, die sogar als Demenz-Erkrankungen fehlinterpretiert werden können.
Das Tagessoll von 1,5-2 Litern für kalte und normal temperierte Tage wird von den wenigsten erreicht, bei großer Hitze darf es sogar ein Liter mehr sein.
Auch wird häufig Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol mit zu den Trinkflüssigkeiten gezählt, ein Kardinalfehler ! Die drei genannten Lebensmittel sind zwar flüssig, entziehen aber dem Körper mehr Wasser, als sie hineinbringen. Um beispielsweise den Flüssigkeitsverlust durch eine kräftige Tasse Kaffee auszugleichen, muß ein großes Glas Wasser dazu getrunken werden - und damit ist die Flüssigkeitsbilanz erst einmal plusminus Null ! Es fehlen dann immer noch die besagten 1,5-2 Liter.
Dünner Kaffee und schwacher Tee können dagegen als Beitrag zur Flüssigkeitsbilanz mitgezählt werden.
Bei warmem Wetter darf man stark mineralhaltige Wasser ( viel Natriumchlorid, enthalten z.B. in der Emslandquelle) trinken, da der Körper durch das Schwitzen viel Flüssigkeit und Salze verliert. Bei normalem Wetter sollte das Mineralwasser weniger als 500 mg/l Mineralstoffe enthalten.
Besondere Grenzwerte gelten für Säuglinge, hier sollte das Wasser nicht mehr enthalten als höchstens:
Natrium 20 mg/l
Nitrat 10 mg/l
Nitrit 0,02 mg/l
Fluorid 0,7 mg/l
Mangan 0,05 mg/l
Sulfat 240 mg/l
Arsen 0,005 mg/l
Neben Mineralwasser zählen zu den Flüssigkeitslieferanten z.B. auch Kräuter- und Früchtetee, Leitungswasser, Obstsaft, schwacher Grüntee (z.B. den 2. oder 3. Aufguß , bei Grüntee können die Blätter mehrfach aufgegossen werden), Rotbuschtee.
Was können Erwachsene tun, die immer wieder zuwenig trinken ? ( Kindern passiert das kaum, sie hören die Durstsignale des Körpers noch).
Zunächst mal sollten Sie nicht auf den Durst warten, sondern über den ganzen Tag verteilt trinken. Ideal ist ein Glas Flüssigkeit pro Stunde. Dazu ein Glas zu jeder Mahlzeit.
Wer Schwierigkeiten hat, sich an das Trinken zu erinnern, kann sich einen Küchenwecker so einstellen, daß er alle 60 Minuten klingelt - Zeit für die nächste Trinkeinheit. Auch ist es hilfreich, morgens bereits die Flüssigkeit in Sichtweite zu stellen, die man den Tag über trinken will. Thermoskanne oder Kühltasche sind eine gute Hilfe.
Und für ganz schwierige Fälle ein kleiner Rat: Führen Sie einmal Buch darüber, was Sie trinken und wann Sie etwas trinken. Vielleicht sind Sie sehr überrascht, wenn Sie das Ergebnis abends zusammenrechnen !
Übrigens löschen warme Getränke an heißen Tagen den Durst besser als einsgekühlte, und bekömmlicher sind sie obendrein.
Für kalte Tage gilt : Stark gekühlte Getränke rauben dem Körper zusätzliche Wärme. Frieren und frösteln bereitet den Boden für eine verstärkte Infektanfälligkeit. Nicht umsonst sind die klassischen Getränke bei beginnenden Erkältungen in unseren Breiten heiße Zitrone, heißer Tee oder heißer Holundersaft.
Erstellt 14.09.2005
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