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Gesund essen

Ballaststoffe


Ballaststoffe braucht der Körper nicht zur Energiegewinnung, sondern zum besseren Ausscheiden von unverdaulichen oder schädlichen Teilen des Essens und seiner Zersetzungsprodukte im Darm. Sie werden in erster Linie durch pflanzliche Lebensmittel geliefert, also Obst, Gemüse und Getreide. Es trifft sich gut, daß diese Lebensmittel gleichzeitig reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitaminen und Mineralien sind.
Woran erkennen Sie, ob Sie genügend Ballaststoffe zu sich nehmen ? Die einfachste Antwort gibt Ihnen ( falls Sie nicht zu pingelig in solchen Dingen sind ) ein Blick in die Toilette. Wenn Ihre “Verdauungsendprodukte” genügend Ballaststoffe haben, schwimmen sie oben auf dem Wasser in der Toilette. Wenn nicht, sinken sie zu Boden.

Kohlenhydrate

Sie sollten den Grundbaustein Ihrer Ernährung stellen. Alle Zucker und Stärkeprodukte fallen darunter. Generell gilt die Regel : Zucker liefern schnell Energie, lassen aber genauso schnell den Blutzuckerspiegel wieder sinken, was erneut Hunger erzeugt.  Haushaltszucker fällt genauso unter diese Regel wie Traubenzucker, aber (etwas weniger stark ausgeprägt) auch Fruchtzucker (Fructose) .

Stärke kommt in allen Getreidesorten und in Kartoffeln vor. Sie hat den Vorteil, daß sie vom Körper langsamer abgebaut und verwertet wird und damit ein langes Sättigungsgefühl hervorruft. Ihr Kohlenhydrat-Konsum sollte daher überwiegend in Form von Stärke erfolgen. Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Sago oder Mais bieten genügend Abwechslung für jeden Geschmack.

Eiweiß ( Proteine)

Eiweiß liefern in erster Linie Nahrungsmittel tierischer Herkunft (Fleisch, Eier, Milchprodukte ), aber auch einige Pflanzen, hier besonders die Hülsenfrüchte und die Getreidekeime. Theoretisch kann unser Körper Eiweiß aus anderen Stoffen zu 100% selbst aufbauen. Es ist aber erheblich einfacher für ihn, fertiges Eiweiß aus dem Essen zu verwenden.   Aus diesem Grund nehmen z.B. Leistungssportler, die Muskelmasse (Fleisch = Eiweiß) aufbauen wollen, besonders eiweißreiche Mahlzeiten zu sich. Aus dem gleichen Grund brauchen Kinder mehr Eiweiß als Erwachsene, was es sehr schwierig macht, Kinder bei ausschließlich vegetarischer Kost gesund zu ernähren.

Für den Normalverbraucher würde eine besonders eiweißreiche Kost aber wenig Sinn machen. Die Ballaststoffe fehlen oft, der Sättigungseffekt ist bei Kohlenhydraten langanhaltender. Zudem ist Fleisch heutzutage oft sehr belastet durch Schadstoffe, insbesondere Antibiotika, die legal als Masthilfen verwendet werden dürfen. Für Menschen europäischer Abstammung ist eine Ernährung ideal, die nur kleine Mengen Fleisch vorsieht bei gleichzeitigem Gebrauch von Eiern und Milchprodukten.  (Außerhalb Europas gibt es viele Völker, bei denen die älteren Kinder und Erwachsenen Milch nicht vertragen, für die Milchgenuß geradezu schädlich ist!)
Bei rein vegetarischer Ernährung müßten viele Hülsenfrüchte gegessen werden, insbesondere Sojaprodukte, um das nötige Eiweiß beizusteuern.

Fett

Fett dagegen ist ein Bestandteil der Ernährung, den Sie nur in Maßen brauchen. Falls es Ihr Ziel ist, Ihr Gewicht zu reduzieren, sollten Sie besonders den Fettgehalt von Lebensmitteln im Auge behalten und die besonders fettreichen Lebensmittel reduzieren. Wenn Sie den Anteil dieser Lebensmittel an Ihrer Ernährung  auch nur halbieren, haben Sie bereits einen Riesenschritt zu weniger Fettkalorien gemacht !

100 % Fett
Alle Back- , Brat- und Streichfette, inclusive Butter, Margarine, Speckschwarte und Mayonnaise.
90 - 100 % Fett
Roquefort-Käse, Salatdressing "Thousand Island" und Italienische Salatdressing, Oliven, Sauce Hollandaise, Kaffee- Sahne, Schlagsahne, Nüsse aller Arten, T-Bone-Steak
80-90 % Fett
Saure Sahne, Avocado, die meisten Steaks, Hot Dogs, Erdnußbutter, Vollmilchkäse.

Der Fettanteil bezieht sich auf die Herkunft der Kalorien, die diese Lebensmittel liefern. Natürlich haben sie daneben auch noch einen Wassergehalt, der ja bei den Kalorien nicht zählt. Also: Ein leckeres Steak , das Ihnen 400 kcal liefert, enthält genügend Fett für die Lieferung von 320 kcal, der Eiweißanteil (Fleisch) liefert nur 80 kcal.

Vitalstoffe für den Zellschutz

Eine gesunde Ernährung kann zwar Erkrankungen nicht ausschließen. Sie kann aber die Wahrscheinlichkeit, verschiedene Krankheiten zu bekommen, teilweise drastisch verändern. Insbesondere hat die Ernährung Einfluß auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen und verschiedene Arten von Krebserkrankungen.

Pflanzen, also Obst und Gemüse, scheinen geradezu gespickt zu sein mit gesunden Inhaltsstoffen. Die von Pflanzen gebildeten Inhaltsstoffe kommen immer mehr ins Visier der Vorsorgemedizin. Besonders die Gruppe der pflanzlichen Phenole scheint einigen zu bieten.
Pflanzliche Phenole zählen zu den verbreitetsten Inhaltsstoffen bei Obst und Gemüse. Die wichtigste Untergruppe bilden die Flavonoide, von denen einige recht farbenfroh sind (rot, blau, violett, gelb ) und zur bunten Vielfalt auf unserem Teller beitragen.

Aber diese Pflanzenstoffe bieten nicht nur etwas fürs Auge, sondern auch handfeste Vorteile für Ihre Gesundheit. Pflanzliche Phenole sind natürliche Antioxidantien. Sie können freie Radikale abfangen, dadurch der Oxidation von Lipoproteinen im Blut vorbeugen und damit eine Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausschalten. Auch kann durch das Abfangen der freien Radikale ein gewisser vorbeugender Schutz vor Krebs-Erkrankungen gefördert werden.

Diese Schutzwirkung ist durchaus mit der Stärke von Medikamenten vergleichbar. Ein Teelöffel Hibiskus- oder Traubenkonzentrat entspricht in der Wirkung 0,4 g Vitamin C oder 1g Vitamin E. Gegenüber diesen isolierten Stoffen wirken aber die pflanzlichen Antioxidantien noch intensiver, da Begleitstoffe in der Pflanze die Schutzwirkung noch einmal verstärken können.

Und in welchen Lebenmitteln finden Sie besonders hohe Werte dieser pflanzlichen Schutzstoffe?
Besonders empfehlenswert sind:

Rote und weiße Trauben
Äpfel, Birnen
Kirschen
Rote und Schwarze Johannisbeeren
Pfirsiche
Himbeeren
Erdbeeren
Grapefruit
Gemüse (hier besonders die gelben oder roten Sorten)
Nüsse
pflanzliche kalt gepreßte Öle

Spitzenreiter in der Wirkung sind rote Weintrauben, Kirschen und schwarze Johannisbeeren.

Erstellt 14.09.2005
Copyright © Charlotte Erpenbeck

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