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Eukalyptus ist eine Baumfamilie aus Australien, die zu den Myrtengewächsen gehört.
Bekannt sind diese Bäume durch drei Fakten:
Erstens wachsen sie sehr schnell und werden daher überall auf der Welt gerne als Plantagenbäume zur Zellstoffproduktion angepflanzt (sehr zum Schaden der dafür meist abgeholzten tropischen Urwälder).
Zweitens leben die Koalabären ausschliesslich von Eukalyptusblättern. Diese nur in Australien heimischen Beuteltiere sind der Inbegriff des Kuschel-Teddys.
Und drittens enthält Eukalyptus jede Menge hochwertiges etherisches Öl, besonders in den Blättern. Das bedeutet leider auch, daß die Bäume wie eine Fackel hochgehen, sobald jemand ein Streichholz in ihre Nähe hält. Öl brennt halt sehr gut.
Aber dieses Öl hat auch beste medizinische Qualitäten. Das medizinische Eukalyptusöl wird gewonnen aus den Blättern von Eucalyptus globulus. Sehr merkwürdige Blätter übrigens, beim jungen Baum sind sie relativ klein und eiförmig, während der ältere Baum längliche, grobe, ledrige Blätter hat.
Das etherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Es kann zum Einreiben, Inhalieren und Einnehmen bei allen Erkältungskrankheiten und sogar bei Asthma genutzt werden, aber auch in Salben zum Einreiben gegen Rheuma und Gicht.
Eukalyptusöl ist bestens verträglich, sowohl für Kleinkinder wie auch für Senioren zu empfehlen, und verträgt sich mit so ziemlich allen anderen Medikamenten problemlos. In der Apotheke finden Sie Eukalyptusöl rein, in Mischungen mit anderen etherischen Ölen (Liniplant, Babix), in Kapseln (z.B. Gelomyrtol, Soledum), in Hustensäften und Erkältungssalben wie Stas oder Transpulmin. Natürlich gibt es auch Bäder mit Eukalyptus.
Sollten Sie trotzdem lieber Tee bevorzugen, erhalten Sie den selbstverständlich auch. Drei Teelöffel Eukalyptusblätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, drei Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann können Sie den Tee in kleinen Schlucken über den Tag geniessen. Da Eukalyptus recht streng schmeckt, kann der Tee auch gerne mit anderen Hustentee-Pflanzen wie Huflattich oder Thymian gemischt werden. Natürlich dürfen Sie auch gerne mit Honig süssen.
Erstellt März 2004
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